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Aktueller Spieltag
Spielberichte vom ersten Spieltag
VfB 1900 Gießen - FV Biebrich 02 4:1 (2:0) - 01. 08. 2009
Claudius Weber sorgt für Auftakt nach Maß
Dreier-Pack des Ex-Profis zum klaren Auftaktsieg - Tobias Walden verletzt sich schwer
Axel Mühlhausen GIESSEN. "Es war ein guter Tag für Gießen und den VfB", brachte es Trainer Stefan Hassler im Anschluss treffend auf den Punkt. Seine Mannschaft war im Auftaktspiel
der neuen Liga dem Gegner aus Wiesbaden eigentlich in allen Belangen überlegen und siegte auch in dieser Höhe verdient. Hassler meinte zwar "dass das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch
ausgefallen sei", aber diese Aussage schien wohl eher der Höflichkeit gegenüber seinem Trainerkollegen Roland Giesinger ¹ geschuldet. Als Gerd Kraus im Anschluss die erste "Pressekonferenz
seit Menschengedenken" eröffnete, bekam der Gästecoach das Wort und war dabei sichtlich geknickt: "Ich frage mich was los war. Der VfB war taktisch hervorragend eingestellt und was willst
du dagegen machen." "Dagegen" bedeutete wohl - gegen Claudius Weber. Der Ex-Profi machte mit seinen Gegenspielern was er wollte. In Luftduellen konnte ihm eh keiner das Wasser reichen, aber auch am
Boden setzte er seine ganze Routine ein. Von der ist Richy Zimmermann noch weit entfernt. Doch der überraschend in der Innenverteidigung mit Oliver Schmidt aufgebotene Nachwuchsmann machte auf
ungewohnter Position einen guten Eindruck.
Der VfB machte von Beginn an klar, wer Herr im Hause ist. Der Gastgeber machte gleich Druck, ohne jedoch Torgefahr dabei zu entwickeln. Man hatte den Gegner fest im Griff, aber dennoch
plätscherte das Spiel vor nur 285 Zuschauern vor sich hin. Die Kulisse war für alle eine große Enttäuschung. Ob es am Spielort Kunstrasen lag, dass nur so wenige Besucher den Weg
ins Waldstadion fanden, bleibt fraglich. Die Fans des VfB 1900 sorgten dennoch mit viel kreativen Gesängen dafür, dass die anfängliche Lethargie auf dem Platz aufgefangen wurde.
Aber zurück zum Spiel: Das erste Highlight setzte Weber nach einer halben Stunde. Sturmpartner Sebastian Bubbel flankte punktgenau auf seinen Mitspieler und der wischte mit dem Kopf den Ball
ins lange Eck zur Führung. Nun fiel alle Last von den Schultern und die Gastgeber legten nach. Mittelfeldimpressario Gino Parson bediente Weber, der nahm die Murmel mit der Brust an und schoss
sie wunderschön in den Winkel (39.).
Nach diesem 2:0 schien das Spiel schon entschieden, aber der Anschlusstreffer von Volkan Zer kurz nach der Pause ließ noch einmal Spannung aufkommen. In der folgenden Viertelstunde verlor
der VfB völlig den Faden und schwamm bedenklich. Als aber Michel Mohr eine Ecke auf den Kopf von Parson zirkelte und der nur einnicken brauchte (65.), war der Sieg dann doch unter Dach und Fach.
Den Schlusspunkt setzte Weber , nach Pass vom eingewechselten Nemrut Bargello (69.).
Ein bitterer Wermutstropfen blieb am Ende die Verletzung von Tobias Walden, der im Tor den Vorzug vor Kristian Kühn erhalten hatte. Walden wollte in der 86. Minute das Spielgerät aus der
Hand abschlagen und schrie plötzlich auf. Er verletzte sich im Leistenbereich und wird wohl für einige Zeit ausfallen.
VfB 1900 Gießen: Walden (86. Kühn); Mohr, Zimmermann, Schmidt, Koch, Bock (79. Kilian), Stehle, Parson, Özen, Weber, Bubbel (66. Bargello)
FV Biebrich 02: Ademovic; Gebhardt, Hodzic, Tepper, Loebelt ², Wilhelm, Akrri ³, Poharetzki (70. Flindt), Lang, Odisho, Zer
Tore: 1:0 Weber (30.), 2:0 Weber (39.), 2:1 Zer (47.), 3:1 Parson (65.), 4:1 Weber (69.)
Schiedsrichter: Pfeiffer (Frankfurt)
Gelbe Karten: Stehle, Bock, Özen/Odisho
Zuschauer: 285
¹ Gisinger
² Löbelt
³ ab der 46. Minute spielte Domenic Hachenberger.
Quelle: Gießener Anzeiger, 03. 08. 2009
Weber schießt 02er ab
BIEBRICH 1:4-Fehlstart bei Aufsteiger VfB Gießen
GIESSEN (nn). Eine weise Entscheidung von Roland Gisinger, sich bei der Zielsetzung nicht aus dem Fenster zu lehnen. So drückt der 1:4-Auftakt-Dämpfer bei Neuling VfB Gießen, der
in die Hessenliga durchstarten will, nicht ganz so schwer aufs Gemüt. Trotzdem ist der Trainer des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 natürlich alles andere als begeistert. Denn
seine mutmaßlich verstärkte Mannschaft bekam in Gießen in Sachen Chancenverwertung Grenzen aufgezeigt. Vor allem durch Claudius Weber. Der 31-Jährige Ex-Mainzer und Ex-Wehener
erledigte die Nullzweier mit seinen drei Treffern im Alleingang.
Vielleicht wäre die Partie ganz anders verlaufen, wenn der Unparteiische in der 23. Minute die Attacke gegen Bilos Odisho mit Elfmeter geahndet hätte. Aus Biebricher Sicht geschah die
Aktion im Strafraum, aus Sicht des Referees außerhalb. Zudem traf Emerich Poharetzki per Freistoß den Querbalken. Anschließend ermöglichten die Gäste durch zwei Patzer im
zentralen Mittelfeld Webers Doppelpack zum 2:0.
Nach der Pause zunächst ein anderes Bild. Das schnelle Anschlusstor von Volkan Zer (47./Kopfball nach Eckstoß von Christian Lang) weckte Biebrichs Spielfreude. Poharetzki gelang fast
das 2:2. Gießen schien zu wanken, kam aber nicht zu Fall, weil Gino Parson und Weber (65./68.) gegen die aufgerückten Gäste die entstandenen Konter-Räume kaltschnäuzig zu
weiteren Treffern nutzten. Wobei Torhüter Denis Ademovic noch zweimal klasse parierte.
Biebrichs Trainer Roland Gisinger filterte mit Blick auf das Dienstag-Spiel gegen Zeilsheim (19.30 Uhr) positive Aspekte heraus: "In der zweiten Hälfte spielte die Mannschaft nach dem
verschlafenen Start wie verwandelt. Wäre uns das 2:2 gelungen, hätten wir das Ding mit Sicherheit gewonnen. Wobei Gießen schon sehr stark bestückt ist, taktisch sehr
diszipliniert agiert."
FV Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, C. Gebhardt, Löbelt - Wilhelm, Tepper,
S. Akrri (46. Hachenberger), C. Lang - E. Poharetzki (75. D. Flindt) -
B. Odisho, V. Zer
Tore: 1:0, 2:0 Weber (29./39.), 2:1 Zer (47.), 3:1 Parson (65.), 4:1 Weber (68.)
SR: Schmidt (Gelnhausen) ¹
Zu.: 300
¹ Schiedsrichter war der Sportkamerad Pfeiffer aus Frankfurt
Quelle: WK, 03. 08. 2009
Spielberichte vom zweiten Spieltag
FV Biebrich 02 - SV Zeilsheim 8:1 (4:0) - 04. 08. 2009
VERBANDSLIGA Biebrich 02 fertigt Zeilsheim 8:1 ab
(nn). Rehabilitiert: Die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 warfen nach dem 1:4 beim starken Aufsteiger VfB Gießen im Heimspiel gegen den SV Zeilsheim ihr Offensiv-Aggregat an,
siegten mit 8:1 (4:0)!
In der ersten Minute wurde ein Lattentreffer der Gäste zum Weckruf. Zeilsheim sorgte sogar nochmals für Gefahr (3.), ehe Biebrichs Experten fürs Toreschießen die Arbeit
aufnahmen. Von Ingo Tepper bedient, gelang Emerich Poharetzki das 1:0. Volkan Zers Drehschuss steigerte die Spielfreude. Poharetzki sattelte sein zweites Tor drauf und Bilos Odisho beendete die
Ladehemmung der Vorbereitung mit einer Direktabnahme aus 25 Metern, die sich ins Netz senkte.
Konsequent betrieb Biebrich nach der Pause das Warmschießen für den Derby-Auftritt am Sonntag in Frauenstein. Wobei der aus der A-Jugend aufgerückte Dominic Hachenberger ¹
seine gute Leistung mit einem Treffer krönte. Spielausschuss-Chef Thomas Utikal war zufrieden: "Eine starke Vorstellung, die wir genauso nicht überbewerten werden, wie die Niederlage in
Gießen."
FV Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, C. Gebhardt, Löbelt - Wilhelm (65. Klenner), Hachenberger, Tepper, C. Lang - E. Poharetzki (61. Flindt) - B. Odisho (65. Colak), V. Zer
Tore: 1:0 Poharetzki (10.), 2:0 Zer (27.), 3:0 Poharetzki (31.), 4:0 Odisho (45.), 5:0 Poharetzki (47.), 5:1 Schuster (50.), 6:1 Gebhardt (54./Handelfmeter), 7:1 Zer (64.), 8:1 Hachenberger
(74.)
SR: Foltyn (Kastel 46)
Zu.: 150
¹ Domenic Hachenberger
Quelle: WT, 05. 08. 2009
Zeilsheim geht in Biebrich unter
Die Mannschaft von Trainer Andreas Schreier findet kein Mittel gegen die langen Bälle und kassiert eine 1:8-Klatsche
Trotz des Debakels gestern Abend stellt sich der Vorsitzende Peter Strauch vor die Mannschaft.
Zeilsheim. Bei einem Sieg wäre der SV Zeilsheim zumindest über Nacht Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga Mitte gewesen. Aus dieser Hoffnung wurde aber ein Debakel.
«Wir sind mit den langen Bällen der Biebricher nie zurechtgekommen. Die konnten wir einfach nicht energisch genug klären. Außerdem hat man gemerkt, dass unsere Innenverteidigung
und der Torwart noch nicht eingespielt sind», kommentierte der Zeilsheimer Vorsitzende Peter Strauch die deutliche 1:8-Niederlage im Wiesbadener Stadtteil.
Dabei hatten die Gäste so gut begonnen: Bretthauer und Temur vergaben schon in der zweiten Minute eine gute Chance. Dann zielte da Silva mit einem Heber auch noch knapp über das Tor
(7.). Doch plötzlich war der Faden im Spiel gerissen. Poharetzki nutzte in der achten Minute gleich die erste Chance der Biebricher zum 1:0. «Da hat sich jeder auf den anderen
verlassen», beschrieb Strauch den Gegentreffer. Die Gastgeber agierten mit zahlreichen lang geschlagenen Bällen, womit die Abwehr des SV Zeilsheim gar nicht zurechtkam. Zer erhöhte
auf 2:0 (29.), das 3:0 erzielte erneut Poharetzki (37.). In der 40. Minute ergab sich noch einmal eine große Chance für die Zeilsheimer. Ein Biebricher Spieler war nach einer Behandlung zu
früh auf den Platz zurückgekehrt. Und da der Biebricher Torwart gerade den Ball in den Händen hatte, gab es vier Meter vor dem Tor Freistoß. Temur schoss den Ball zwar wuchtig,
aber genau in die Mauer. Besser machten es fünf Minuten später die Biebricher. Odisho traf zum 4:0-Halbzeitstand.
Doch auch nach dem Wechsel wurde es nicht besser, obwohl Trainer Schreier mit El Uardani und dem kurzfristig verpflichteten Gebrihiwet (zuletzt Eintracht Wetzlar) zwei frische Spieler brachte.
Vielmehr setzte Biebrich nach. Nur drei Minuten nach dem Wiederbeginn erhöhte Poharetzki mit seinem dritten Tor auf 5:0. Erst danach kam auch Zeilsheim zu einem Treffer. Bretthauer passte zu
Schuster und der zum 1:5 (50.) einschob. Damit war die Angriffslust des FV Biebrich aber immer noch nicht gebannt. In der 54. Minute prallte Corsentino der Ball an die Hand und Gebhardt verwandelte
den Elfmeter sicher zum 6:1. Zer (64.) und Fachenberger ¹ (76.) ließen noch zwei weitere Tore zum 8:1-Endstand folgen.
«Wir hauen da aber jetzt nicht drauf, weil wir wissen, dass wir eine neue und unerfahrene Mannschaft haben», wollte Strauch die Niederlage nicht zu kritisch bewerten. Zumindest
erinnerte er sich an eine noch heftigere Klatsche: In der Saison 2002/2003 setzte es in Ederbergland ein noch deutlicheres 2:10. cn
¹ Domenic Hachenberger
Quelle: FNP, 05. 08. 2009
Spielberichte vom dritten Spieltag
SV Frauenstein - FV Biebrich 02 2:2 (0:1) - 09. 08. 2009
Tumulte und dreimal Rot
VERBANDSLIGA-DERBY - Spieler von Biebrich 02 flippen nach Frauensteins 2:2 aus
(nn). Was waren die Fußballer des FV Biebrich 02 nach dem Derby-2:2 beim SV Frauenstein geladen. Beim tumultartigen Abgang vergaßen einige die gute Kinderstube. Da wurde gepöbelt, es
wurde gegen Tische gestoßen. Frauensteins später Ausgleich und drei Rote Karten hatten tiefe Fruststachel ins Gemüt der 02-Spieler gebohrt. Pikant: Der von Biebrich heftig kritisierte
Unparteiische Olaf Schmidt pfeift für die Spvgg. Hadamar, den nächsten Heimgegner der 02er.
Vulkanausbruch nach 2:2
"Dieser Schiedsrichter hat wirklich alles getan, um das Spiel kaputt zu kriegen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Das soll aber nicht das Verhalten einiger Spieler entschuldigen, die ausgeflippt
sind, durch die Ereignisse emotional überdreht haben. Damit haben wir uns selbst geschädigt und müssen nun mit einer Verhandlung vor dem Sportgericht rechnen. Zudem sind es drei
wichtige Spieler, die uns sehr fehlen werden", fasste 02-Chef Horst Klee zusammen.
Frauensteins Sportlicher Leiter Wolfgang Flöck: "Da fiel einiges an Ausdrücken. So habe ich die Biebricher noch nicht erlebt." Der Biebricher Vulkan kam eine Minute vor Schluss zum
Ausbruch. Es gab Freistoß für die Gäste. Keeper und Interims-Kapitän Denis Ademovic rollte den Ball mit der Hand zur Ausführung nach vorne. Frauensteins Iwan Rebic spritzte
dazwischen, schoss ein und der Spielleiter gab den Treffer. Das brachte Ademovic derart in Rage, dass der Schiedsrichter ihm die Rote Karte zeigte. Auch Edis Hadzic konnte sich nicht im Zaum halten,
sah ebenfalls Rot.
Bereits kurz vor der Pause hatte es aus Biebricher Sicht erste Eruptionen gegeben, als der Treffer von Volkan Zer nicht gegeben wurde, ohne dass die Gäste eine Regelwidrigkeit erkennen
konnten. Zer verstand seinerseits die Welt nicht mehr, beschwerte sich und flog als Erster vom Platz. Bis dahin hatten die 02er wie der Sieger ausgesehen. Ein kurioses Tor bescherte ihnen die
frühe Führung, als Lars Hoffmann einen Freistoß in Richtung Dennis Ulmrich schob. Dorthin, wo er den Ort der Ausführung vermutete. Gäste-Stürmer Bilos Odisho erlief
sich den Ball, startete zum Tor durch und verwandelte. Der Referee, der den Blick in Richtung Biebricher Kasten gerichtet hatte, entschied auch in dieser Szene auf Tor.
Utikal prüft Protest-Chancen
Das nach dem 1:7 im ersten Spiel gegen Eddersheim auf Torsicherung bedachte Konzept der Gastgeber war durchkreuzt und beim Bemühen um den Ausgleich trat zunächst die durch Ausfälle
begründete fehlende Durchschlagskraft der Offensive zutage. Einzig Dennis Kunz, der freistehend per Kopf vergab, schnupperte an einem Treffer. Michael Ross, bester Schütze der vergangenen
Runde, fieberte in Banknähe mit, hofft, bereits in zwei Wochen wieder aufzulaufen. Während Biebrichs Spielführer Christian Lang auf Krücken erschienen war. Er muss eine Infektion
im Fuß kurieren.
Gleich nach der Pause lieferte Frauenstein ein zweites Tor-Präsent. Ingo Vermeer passte zurück, ein Teamgefährte der Defensivabteilung ging nicht entschlossen zum Ball, sodass
Emerich Poharetzki einschießen durfte (50). Vemeer ² traf danach per Freistoß zum 1:2. In Überzahl bemühte sich die Heimelf um Druck, produzierte aber kaum Chancen, während
Biebrich durch Konter ansatzweise gefährlich blieb. "Unser Punktgewinn ist glücklich. Mit dem Ausgleich hatte ich nicht mehr unbedingt gerechnet". räumte Vermeer ein.
Während 02-Spielausschuss-Chef Thomas Utikal "wegen des irregulären 2:2" einen Protest gegen die Wertung prüft. Auch die Schiedsrichter-Ansetzung will er beim Verband thematisieren.
Fakt ist: Die Partie wird einen Nachhall haben. Wobei dem Schiedsrichter-Bericht Gewicht zufällt.
SV Frauenstein: Akyol - Hoffmann (74. I. Bothe), Ulmrich, Ferreira (58. A. Yildirim), Klees - Vermeer, Baladi, P. Reichhardt, Kunz - Mernberger (58. P. Veith), Rebic
FV Biebrich 02: Ademovic - Löbelt, C, Gebhardt, Hadzic - Wilhelm, Hachenberger, Tepper, D. Flindt - E. Poharetzki (90. Bulut ¹), V. Zer, B. Odisho (86. Colak)
Tore: 0:1 Odisho (8.), 0:2 Poharetzki (50.), 1:2 Vermeer (56.), 2:2 Rebic (89.)
SR: O. Schmidt (Hadamar)
Zu.: 350
Gelb-Rote Karte: Ademovic (89.), Rote Karten: Zer (44.), Hadzic (89.), alle Biebrich.
¹ Rüzgar
² Vermeer
Quelle: WK, 10. 08. 2009
Spielberichte vom vierten Spieltag
FV Biebrich 02 - SpVgg Hadamar 2:4 (1:2) - 16. 08. 2009
Zwei Geschenke zu viel
Von Stephan Neumann
BIEBRICH 02 Abwehr-Blackout beschert 2:4-Heimpleite / Derby-Verhandlung in Bierstadt
Heimpleite für Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02: 2:4 unterlag das Team von Roland Gisinger dem starken Aufsteiger Spvgg. Hadamar. Das Fehlen der Rotsünder Volkan Zer und Edis
Hadzic zeigte Wirkung. Überhaupt präsentierte sich die Mannschaft nach den Ereignissen beim 2:2 in Frauenstein verunsichert. "Der ganze Zirkus hat die Spieler sehr belastet", sagt
Spielausschuss-Chef Thomas Utikal.
Vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn Daniel Flindt seine Großchance in der dritten Minute zum 1:0 genutzt hätte. Stattdessen erhielten die Biebricher eine Lehrstunde unter dem
Titel: So werden Abwehrschnitzer konsequent bestraft. Hadamar nahm praktisch jede Einladung an. Die erste nach dem groben Schnitzer von Marcel Klenner. Haarsträubend, wie die 02er die weiteren
Gegentore auflegten. Das erinnert an Schwächephase der vergangenen Runde. Torhüter Denis Ademovic, dem eine nachträgliche Sperre droht, war es zu verdanken, dass die Niederlage nicht
höher ausfiel. Bei Aufstiegskandidat Unterliederbach (Mi., 19.30 Uhr) sind abgesehen von möglichen "Frauenstein-Effekten" Konzentration und Kampf gefragt.
Konlé kommt am 26. August
Was die Derby-Nachwehen betrifft, kommt es am 26. August (18 Uhr) zur Verhandlung. Angesichts der Vielzahl an Zeugen hat Sportgerichts-Chef Horst-Günther Konlé die Verhandlung nicht -
wie gewohnt - im 105 Kilometer entfernten Grünberg, sondern im Vereinsheim des FC Bierstadt angesetzt. Auf der Agenda stehen die Roten Karten gegen die 02er Edis Hadzic (Verdacht der
Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter) und Volkan Zer (Beleidigung) sowie die angeblichen verbalen Entgleisungen des mit Gelb-Rot bedachten Denis Ademovic nach dem aus Biebricher Sicht
umstrittenen Gegentreffer zum 2:2. Frauensteins Sportlicher Leiter Wolfgang Flöck und Torschütze Iwan Rebic sind geladen. In diesem Zusammenhang geht es auch um Biebrichs Einspruch gegen
die Spielwertung.
FV Biebrich 02: Ademovic - Löbelt, C. Gebhardt, S. Akrri (80. Aydin Demir), Klenner - Wilhelm, Tepper, Hachenberger, D. Flindt (68. Colak) - E. Poharetzki (76. Gisinger), B. Odisho
Tore: 0:1 Trosch (14.), 1:1 Gebhardt (22./Handelfmeter), 1:2 Horner (24.), 1:3 Görgülü (51.), 1:4 Goller (69.), 2:4 Gebhardt (78./Foulelfmeter)
SR: Sala (Dieburg)
Zu.: 100
Quelle: WK, 17. 08. 2009
FV Biebrich 02 - SpVgg Hadamar 2:4
Es machte erneut sehr viel Spaß, dem Hadamarer Verbandsligateam zuzuschauen. Die heimischen und die mitgereisten Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht heraus, wie insbesonders in den ersten
35 Minuten der Aufsteiger im Dyckerhoff-Sportfeld in Wiesbaden den Takt bestimmte. Die seit vielen jahren in dieser Liga etablierten Gastgeber hatte nichts, aber auch gar nichts dem Angriffswirbel
der Fürstenstädter entgegen zu setzen. Die Hausherren konnten von Glück sprechen dass es "nur" zweimal vor der Pause in ihrem Netz einschlug.
Der Reigen der Chancen begann bereits in der 2. Minute, als Sebastian Trosch eine sogenannte 100-%ige im 5-Meterraum verpasste. Gleiches Missgeschick wiederfuhr Jan Goller 5 Minuten später.
als der kaum zu bremsende Jura Gross sich über links durchgespielt hatte, in den Torraum passte, dieses Mal traf der Torjäger das Leder nicht richtig.
Ein Distanzschuss von Waldemar Baum fand in der 11 Minute seinen Meister in FVB-Keeper Ademovic. In der 14. Minute dann endlich die längst überfällige Gästeführung.
Nachdem Jan Goller zuvor noch in guter Position abgedrängt wurde, nahm Sebastian Trosch das Leder auf und schlenzte den Ball halboch in den entgegengesetzten Torwinkel. Durch ein Missgeschick
kamen die Gastgeber nach 22 Minuten zum Ausgleich. Beim Abwehrversuch sprang Kilic Görgülü das Leder an den Arm und die Heimelf, die in der 3. Minute die einzige Chance der 1.
Spielhälfte für sich verbuchen konnte, kam zum schmeichelhaften Ausgleich per Elfmeter.
Dies steckte der Aufsteiger aber gut weg und hebelte nach einem wunderschönen Spielzug zum wiederholten mal die schwache FVB-Abwehr über links aus, Sebastian Trosch flankte auf Julien
Horner und der brauchte alleine vorm Tor nur noch einzunicken. Kurz vor der Pause verpassten Goller und Trosch unisono noch einmal nur ganz knapp und auch Baums 2. Direktschuss aus halbrechter
Position wäre ein Treffer wert gewesen.
Im 2. Spielabschnitt ergriff Hadamar postwendend die Initiative und 5 Minuten nach Wiederanpfiff klingelte es erneut im Biebricher Gehäuse. Dieses mal war der erneut stark aufspielende junge
Kilic Görgülü zum 1:3 per Flachschuss erfolgreich. Nun boten sich gegen einen immer mehr resignierenden Gegner Chanchen im Minutentakt. Diese alle auf zu zählen würde den
Rahmen des Berichts sprengen. Noch einmal stand Jan Goller in der 70. Minute im Mittelpunkt des Geschehens. 20 Meter hinter der Mittelline schnappte sich der Goalie das Leder, überlief die
Abwehr und "tunnelte" Ademociv zum 1:4. Der 2. Gegentreffer entstand wiederum aus einem Standard. Diesesmal war Waldemar Baum der Pechvogel, der seinen Gegenspieler im Strafraum unfair zu Fall
brachte und erneut ein Elfmeter zum zweiten Treffer des in allen Belangen enttäuschenden FV Biebrich herhalten musste.
Trainer Heiko Weidenfeller war nach Spielende voll des Lobes für seine Mannschaft und konnte es sich erneut erlauben als "Bankdrücker" das Geschehen von der Seitenlinie zu verfolgen.
Aufstellunge: Erbse, Schlimm, Baum, Horner, Trosch (71 Öztürk), Alves (71. Schenk) Mehr, Jan Goller, Kilic Görgülü (75 Harmouch), Gros
Tore: 0:1 Trosch (14.) 1:1 Gebhardt (22), 1:2 Horner (24.), 1:3 Görgülü (50.), 1:4 Goller (70.), 2:4 Gebhardt (87.)
SR: Dalfus (Darmstadt)
Zuschauer: 200
Quelle: Homepage der SpVgg Hadamar
Spielberichte vom fünften Spieltag
VfB Unterliederbach - FV Biebrich 02 10:0 (6:0) - 19. 08. 2009
Unentschuldbar desolat
BIEBRICH 02 - 0:10-Klatsche in Unterliederbach
UNTERLIEDERBACH (nn). Thomas Utikal, Spielausschuss-Chef des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02, war geladen: "Das war unentschuldbar desolat und wird Folgen haben!" Utikal reflektierte
damit das 0:10 (0:6) beim VfB Unterliederbach.
Gewiss, es fehlten Torjäger Volkan Zer (letztmals gesperrt) und der erkrankte Keeper Denis Ademovic. Und der junge Torhüter Bulut Rüzgar, der gleich kalt erwischt wurde, wurde zum
Nervenbündel. Doch wie sich die 02er dem Liederbacher Wirbel ergaben, stimmt äußerst bedenklich. In dieser Verfassung droht gegen Eintracht Wetzlar (Sa., 15.30 Uhr) die nächste
Pleite.
FV Biebrich 02: Rüzgar - Migge, Löbelt, C. Gebhardt - Klenner, Wilhelm, S. Akrri (46. Hachenberger), Tepper, D. Flindt - E. Poharetzki (46. T. Colak) - B. Odisho
Tore: 1:0 Muminovic (6.), 2:0 Arslan (10.), 3:0 Probst (16.), 4:0 Öztürk (27.), 5:0, 6:0 Muminovic (31./36.), 7:0 Arslan (66./Foulelfmeter), 8:0 Götürmen (69.), 9:0 Usalir
(73.), 10:0 Sen (80.)
SR: Weichert (Bensheim)
Zu.: 80
Quelle: WT, 20. 08. 2009
Spielberichte vom sechsten Spieltag
FV Biebrich 02 - Eintracht Wetzlar 0:2 (0:0) - 22. 08. 2009
Charakter gezeigt, aber wieder Rot kassiert
BIEBRICH 02 0:2 gegen Spitzenreiter Wetzlar
(nn). Wiedergutmachung mit einer Niederlage geglückt: Beim 0:2 (0:0) gegen Spitzenreiter Eintracht Wetzlar (mit dem ehemaligen Profi Mathias Hagner) beherzigte Fußball-Verbandsligist FV
Biebrich 02 die Faktoren Teamgeist und Einstellung. Ein positiver Kontrast zur historischen 0:10-Schlappe am Mittwoch in Unterliederbach. Bleiben erneute Wermutstropfen: Spielertrainer Roland
Gisinger schied früh mit schwerer Knieverletzung aus. Mutmaßlich sind Bänder gerissen. Zudem setzte es eine erneute Rote Karte. Diesmal gegen Bilos Odisho, der den
Schiedsrichter-Assistenten angeblich bezichtigte, den Überblick verloren zu haben.
Sperre für Ademovic?
Apropos Schiedsrichter: An diesem Mittwoch (18 Uhr, Klubheim FC Bierstadt) drohen dem gegen Wetzlar überragenden Keeper Denis Ademovic und dem bereits auf Eis gelegten Abwehrspieler Edis
Hadzic bei der Verhandlung im Nachgang der Derby-Ereignisse in Frauenstein längere Sperren.
Ohne den verletzten Christian Gebhardt, dafür mit Michael Sauer in der Deckung agierten die Biebricher, die zum Leidwesen der Gäste statt aufs Hauptfeld auf ihren kleinen Kunstrasen
baten, überaus couragiert. Über links trieb der emsige Marc Wilhelm unentwegt an.
Punktgewinn möglich
Zwei Schlüsselszenen verhinderten letztlich den allemal möglichen Punktgewinn. Zunächst schien Eintracht-Torhüter Jan Ziesenitz den Schuss von Volkan Zer erst hinter der
Torlinie unter Kontrolle zu bekommen, um ihn blitzschnell nach vorne zu legen (57.). Später reklamierten die 02er erst ein Foul an Domenic Hachenberger und beim anschließenden 0:1 durch
Martin Mülln überdies Abseits (72.). Spielausschuss-Chef Thomas Utikal ließ diese Aspekte außen vor, lobte allein den reaktivierten Kampfgeist.
FV Biebrich 02: Ademovic - Migge, Sauer, Löbelt - Gisinger (15. Klenner/79. T. Colak), Tepper, Hachenberger (85. D. Flindt), E. Poharetzki, Wilhelm - V. Zer, B. Odisho
Tore: 0:1 Mülln (72.), 0:2 A. Schäfer (90.)
SR: Ballweg (Darmstadt)
Zu.: 100
Rot: B.Odisho (74./Biebrich)
Quelle: WK, 24. 08. 2009
Spielberichte vom siebten Spieltag
FV Breidenbach 09 - FV Biebrich 02 1:2 (1:0) - 30. 08. 2009
Gerichtstermine und Personalengpass verdaut
BIEBRICH 02 Wichtiges 2:1 in Breidenbach
BREIDENBACH/WIESBADEN (nn). Durch das im Endspurt errungene 2:1 bei Aufsteiger FV Breidenbach ist Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 auf den Erfolgspfad zurückgekehrt. Der
eingetauschte Daniel Flindt (nach Doppelpass mit Christian Lang) und Youngster Domenic Hachenberger (Direktabnahme) lösten Torjubel aus. Zuvor hatte der junge Torwart Bulut Rüzgar mit
mehreren Glanztaten einen höheren Rückstand verhindert. Genugtuung für sein bitteres Debüt beim 0:10 in Unterliederbach. Alutreffer von Emerich Poharetzki, Volkan Zer und Tuncay
Colak dokumentierten Biebricher Offensiv-Stärken - obwohl im Sturm der für drei Spiel gesperrte Bilos Odisho zu ersetzen war. "Wenn man unsere Personalprobleme berücksichtigt, war das
eine richtig starke Leistung", meinte Betreuer Ali Gür nach dem zweiten Sieg, der den Abschied von einem Abstiegsplatz bewirkt.
Dachtler: "Irreguläres Tor"
Am Freitagabend hatte Biebrich vor dem Sportgericht eine Neuansetzung des Derbys in Frauenstein erwirkt (Termin offen). Ausschlaggebend für die Bewertung "spielentscheidender
Regelverstoß" war auch die Aussage des Frauensteiner Torwartcoachs Jürgen Dachtler, der den Treffer der eigenen Elf zum 2:2-Endstand als nicht regelkonform schilderte: "Der Ball wurde ins
Tor geschossen, als der Freistoß für Biebrich noch gar nicht korrekt ausgeführt war. Damit habe nur gesagt, wie es war. Das hat nichts mit Frauenstein und nichts mit meiner
früheren Zeit bei Biebrich 02 zu tun."
Da sich zudem das Schiedsrichter-Gespann in Widersprüche verstrickte, hatte 02-Spielausschuss-Chef Thomas Utikal beim Plädoyer genügend Argumente. Wer schlussendlich von der
Neuauflage, die rechtskräftig ist, sportlich profitiert, bleibt abzuwarten.
Daneben erhielten die 02-Spieler Edis Hadzic (zwölf Spiele) und Denis Ademovic (vier Spiele) Sperren. Für die von Biebrich verursachten Tumulte sind 400 Euro fällig. Ferner
müssen die nächsten beiden Heimspiele sowie die Derby-Wiederholung unter Verbandsaufsicht stattfinden.
FV Biebrich 02: Rüzgar - Rashica, Sauer, Löbelt - Wilhelm, Tepper, Hachenberger, E. Poharetzki (87. A. Demir), C. Lang (89. Klenner) - V. Zer, Colak (56. Flindt)
Tore: 1:0 Vidakowics (39.), 1:1 Flindt (84.), 1:2 Hachenberger (87.)
SR: Rhodgess (Willingen)
Zu.: 120
Quelle: WK, 31. 08. 2009
Winkler ist schockiert
„Das darf nicht wahr sein“! Die Enttäuschung bei Frank Winkler, dem Trainer des Fußball-Verbandsligisten FV Breidenbach, war nach dem Abpfiff des Heimspiels gegen den FV
Biebrich 02 riesengroß. Nach der bitteren 1:2 (1:0)-Pleite verschwand Winkler sofort in der Kabine, der sportliche Leiter Wolfgang Becker schlug auf der Ersatzbank minutenlang die Hände
vors Gesicht und die Spieler der Hinterländer kauerten fassungslos auf dem gepflegten Rasen.
Nach dem ersten Saisonsieg in der Vorwoche bei Viktoria Kelsterbach war klar, dass gegen das Team mit der bisher schwächsten Deckung unbedingt der Premierensieg vor eigenem Publikum gelingen
musste. Die Gastgeber taten auch einiges dafür. Biebrich kam zwar sieben Minuten vor dem Wechsel durch Emerich Poharetzki zu einem Schuss an die Lattenunterkante, doch wurden die übrigen
Aktionen der Gäste eine sichere Beute vom Breidenbachs Keeper Martin Lokoc. Zwingender legten die Hinterländer ihr Spiel an. Sie standen aufmerksam in ihrer Vierer-Abwehrkette, vor der
Kevin Vidakovics unermüdlich das Offensivspiel ankurbelte. Das förderte gute Möglichkeiten durch Felix Baum hervor. Sein erster Versuch wurde im letzten Moment von Biebrichs
40-jährigem Ex-Profi Michael Sauer geblockt (8.), eine Viertelstunde später umkurvte Baum gleich fünf Kontrahenten, legte sich aber beim Abschluss das Leder frei vor Gästekeeper
Bulut Ruezgor ¹ zu weit vor. Es reichte trotzdem zum verdienten 1:0 der Breidenbacher, weil Kevin Vidakovics seinen Alleingang erfolgreich abschloss (40.). „Ein sehr guter Junge“, lobte
Tribünengast Dragan Sicaja, Trainer des Hessenligisten TSV Stadtallendorf. Auch im zweiten Durchgang zeigte Breidenbach, dass der Erfolg in Kelsterbach gut für die Psyche war. Die
Hinterländer erarbeiteten sich nun so viele Tormöglichkeiten wie noch in keinem Spiel dieser Runde zuvor. Obwohl sie in der Vorwärtsbewegung mitunter noch immer zu schlampig
abspielten, hatten sie im zweiten Abschnitt gleich sechs (!) Hochkaräter. Allein Kevin Vidakovics tauchte drei Mal frei vor Bulut Ruezgor auf und scheiterte stets (66., 80., 81.).
Wolfgang Becker ärgert sich: „ Wir hätten längst 3:0 oder 4:0 führen müssen“
Vidakovics’ letzte Gelegenheit läutete dann die 180 spielentscheidenden Sekunden ein. Bei einem Konter besorgte nämlich „Joker“ Daniel Flindt per platziertem
Linksschuss ins rechte Eck den völlig überraschenden Ausgleich der nach dem Wechsel passiven Biebricher (82.). „Aus heiterem Himmel. Wir mussten längst 3:0 oder 4:0
führen“, ärgerte sich Wolfgang Becker. Er ahnte nicht, dass die Gäste noch einen Pfeil im Köcher hatten, denn Can Hachenberger zog aus 25 Metern ab und das Leder flog an
Freund und Feind vorbei zum äußerst glücklichen 2:1-Siegtreffer für die Gäste ins Netz (84.). Breidenbach stand der Schock ins Gesicht geschrieben. Wo bis dahin noch Wille,
Moral und Einsatz waren, herrschte nun auch auf dem Rasenrechteck Bestürzung. „Daran haben wir zu knabbern“, wusste Wolfgang Becker, und Frank Winkler fügte hinzu, „dass
es einfach nicht zu fassen ist, dass wir uns bei einer Führung derart auskontern lassen“. Roland Gisinger, am Meniskus operierter Spielertrainer der Biebricher, war das Zustandekommen des
Erfolges freilich egal: „Danach fragt morgen kein Mensch mehr“, prophezeite der einstige Mittelfeldrenner der Münchener Löwen. Was Winkler ganz anders sah.
Breidenbach: Lokoc – Thomas, Katic, Brandl, Kalayci – Kevin Vidakovics, Kaya, Hüber, Baum (80. Becker) – Damm (75. Bergen), Simmons (46. Aijour).
Biebrich: Rüzgor ¹ – Rashico ², Sauer, Löbelt, Lang (87. Klenner) – Tepper, Wilhelm, Hachenberger, Poharetzki – Zer, Colak (62. Flindt).
Schiedsrichter: Rhodgess (Willingen)
Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Kevin Vidakovics (40.), 1:1 Flindt (82.), 1:2 Hachenberger (84.)
Gelbe Karte: Baum (Breidenbach).
¹ Rüzgar
² Rashica
Quelle: Rainer Maaß; Hinterländer Anzeiger
Spielberichte vom achten Spieltag
FV Biebrich 02 - FC Schloßborn 1:3 (1:2) - 05. 09. 2009
Große Versprechen sind nur heiße Luft
BIEBRICH 02 1:3-Blamage gegen FC Schloßborn
(nn). Biebrichs Fußballer wären für den Wahlkampf geeignet: Viel versprechen, wenig halten. So wie das manche Politiker zu tun pflegen. Die Nullzweier sind längst Weltmeister
im Ankündigen geworden, geloben allwöchentlich Kampfgeist und mehr Konstanz, um bei der Umsetzung weit von Verbandsliga-Niveau entfernt zu sein. Das ist im Moment ihre Klasse. Geht es aber
so weiter wie beim blamablen 1:3 gegen den hausbackenen Neuling FC Schloßborn, findet sich das chronisch wankelmütige Team in der Gruppenliga wieder.
Dritte Minute: Effe Uworuya, vergangene Runde noch im 02-Trikot, sprintet rechts davon, legt für den überragenden Torschützen Zakaria Amjahid perfekt auf. Anstoß, Fehlpass,
langer Schlag von Schloßborn und es heißt 0:2. Zum Davonlaufen für die 02-Anhänger, die zwischen der 30. und 70.Minute zwar verstärktes Biebricher Chancen-Aufkommen
erleben, aber nur einen Treffer. Während Amjahid den Pfosten (83.) und noch mal ins Netz trifft.
"Wenn die Erfahrenen versagen, verfallen die Jungen in den gleichen Trott. Insgesamt eine unfassbare Leistung, die für viel internen Gesprächsbedarf sorgen wird. Der Verein tut alles,
doch die Spieler rufen ihre Leistung nicht ab", meinte Horst Klee im Stadium hoher Erregung. Nach dem 0:10 in Unterliederbach hatte der Klubchef noch moderate Töne angeschlagen, dafür
plädiert, die Mannschaft nicht in den Senkel zu stellen. Nun dürften jegliche Schonfristen ungeachtet personeller Enpässe abgelaufen sein. Zumal Klee auch um das Image bei vorhandenen
und möglichen Gönnern fürchtet. Das wird er den Spielern klarmachen.
In Wieseck und Frauenstein (15. September, 19.30 Uhr) stehen nun Auswärtshürden an.
Biebrich 02: Rüzgar - Rashica, Löbelt, Tepper - Wilhelm, Sauer, Hachenberger, D. Flindt (81. Klenner), C. Lang - E. Poharetzki, V. Zer
Tore: 0:1 Amjahid (3.), 0:2 Masik (4.), 1:2 Zer (31.), 1:3 Amjahid (85.)
SR: Velden (Wetzlar)
Zuschauer: 110
Quelle: WT, 07. 09. 2009
Spielberichte vom neunten Spieltag
TSG Wieseck - FV Biebrich 02 2:2 (0:2) - 12. 09. 2009
2:0-Führung nicht ins Ziel gebracht
BIEBRICH 02 70 starke und 20 unkonzentrierte Minuten bringen 2:2 in Wieseck / Morgen Derby in Frauenstein
(nn). 70 Minuten präsentierte sich Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 beim starken Neuling TSG Wieseck so, wie es Trainer Roland Gisinger und die Vereins-Oberen gerne öfter
sehen würden: Diszipliniert, weitgehend konzentriert und scheinbar fest entschlossen, nach dem 2:1 in Breidenbach einen neuerlichen Auswärts-Dreier einzufahren. Eine 2:0-Führung
stärkte den Rücken, doch am Ende blieb nur ungläubiges Staunen über die späten Gastgeber-Treffer zum 2:2-Endstand. Fast wäre Wieseck sogar das Siegtor gelungen. "Wir
haben die Chance verpasst, wieder in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. 70 Minuten waren wir dominant, hätten 3:0 oder 4:0 führen können, um dann hinten bei beiden Gegentoren einmal
mehr nicht nahe genug bei den Gegenspielern zu sein", meinte Gisinger.
Angesichts der Derby-Neuauflage, die morgen (19.30 Uhr) in Frauenstein steigt, tilgte er die letzten 20 Minuten, um Mut aus der längeren positiven Phase zu schöpfen. Auch ohne
Stammkeeper Denis Ademovic, der bei der Arbeit eine Armfraktur erlitt, heute operiert wird, sowie ohne den aus familiären Gründen verhinderten Emerich Poharetzki erwischten die 02er einen
Blitzstart. Nach Vorlage von Marc Wilhelm erzielte Volkan Zer sein fünftes Saisontor, holte in der 25. Minute den Strafstoß heraus, den Christian Gebhardt versenkte. Zer, Bilos Odisho und
nach der Pause Daniel Löbelt hätten Wiesecks Aktien auf Talfahrt schicken können. Stattdessen sorgte die Biebricher Defensive für einen plötzlichen Kursanstieg beim
Heimteam.
FV Biebrich 02: Rüzgar - C. Gebhardt, Rashica, Löbelt - Wilhelm, Tepper, Hachenberger (73. S. Akrri), D. Flindt (46. T. Colak), C. Lang - B. Odisho, V. Zer.
Tore: 0:1 Zer (5.), 0:2 Gebhardt (25./Foulelfmeter), 1:2 N. Wagner (73.), 2:2 Samun (85.)
SR: Eick (Alsfeld)
Zu.: 110
Quelle: WK, 14. 09. 2009
Spielberichte vom dritten Spieltag - Das Spiel vom dritten Spieltag wurde wegen eines Regelverstoßes des Schiedrichters neu angesetzt!
SV Frauenstein - FV Biebrich 02 0:3 (0:2) - 15. 09. 2009
Wiederholungsspiel für 02er doppelt profitabel
VERBANDSLIGA-DERBY Biebrich gewinnt 3:0 in Frauenstein / Gebhardt stark
Von Stephan Neumann
Lohnende Derby-Neuansetzung für den FV Biebrich 02, der sich durch den 3:0 (2:0)-Erfolg beim SV Frauenstein ein Stück aus der hinteren Zone der Fußball-Verbandsliga verabschiedet
hat, zudem nach Abzug aller Unkosten die Hälfte der Einnahmen kassiert. Angesichts von 350 Zuschauern dürfte etwas hängen geblieben sein. Die Wiederholung, die nach
Pokalspiel-Regularien abgerechnet wird, war wegen eines Regelverstoßes beim Biebricher 2:2 im ersten Spiel vom Sportgericht beschlossen worden.
Alles im grünen Bereich: Emotionen bewegten sich Rahmen, Nicklichkeiten blieben weitgehend aus. In Frauensteins zaghafter Defensive war die durch die Niederlagen der vergangenen Wochen
gestiegene Unsicherheit beinahe greifbar. Abstiegskampf nach erfolgreichen Jahren, das ist für alle ungewohnt. Biebrich dagegen ohne erkennbare Anspannung und mit einfachen, wirksamen
Maßnahmen. Christian Gebhardt war Abwehrchef, ständiger Freistoßschütze und Experte für weite Einwürfe in einer Person. Von links beförderte er den Ball mit der
Hand wie eine Flanke in den Strafraum, direkt über die Scheitel der drei synchron hochspringenden Frauensteiner zu Bilos Odisho, dessen Aufsetzer in die lange Ecke hüpfte. Das 0:2 leitete
Gebhardt mit einem Freistoß wiederum von der linken Seite ein, den der aufgerückte Abwehr-Youngster Durim Rashica freistehend per Kopf verwandelte.
Frauensteins Offensive fand derweil aufgrund der Abwehr-Unsicherheiten und des Vakuums im Mittelfeld (Philip Reichhardt wird Ende des Monats an den Kreuzbändern operiert) bis auf
Distanzversuche von Ingo Vermeer nicht statt. Die Gäste mit Techniker Odisho, dem kurz vor Beginn anstelle des lädierten Daniel Flindt ins Team gerückten agilen Stürmers Tuncay
Colak und Allzweckmann Gebhardt waren klar überlegen. Zupass kam ihnen, dass es gleich nach der Pause nach Foul von Mohammed Taijiou an Colak einen Elfmeter gab, den Gebhardt zum 0:3 nutzte.
Auch die von 02-Abwehrspieler Daniel Löbelt förmlich erbettelte Ampelkarte (73.) änderte nichts mehr am Geschehen. "Zumindest hat die Mannschaft bis zum Schluss nicht aufgesteckt.
Biebrichs Sieg war jedenfalls absolut verdient", fand Gastgeber-Coach Werner Orf nur einen positiven Aspekt.
Kollege Roland Gisinger blieb besonnen: "Besonders die Leistung der ersten Halbzeit war klasse. Daran müssen wir anknüpfen. Letztlich haben wir aber erst eine Hürde auf dem Weg in
höhere Tabellenregionen genommen." Christian Gebhardt sieht dazu gute Perspektiven, "wenn wir unser Zweikampfverhalten so beibehalten und eng bei den Gegenspielern sind."
SV Frauenstein: Strzelecki - Ferreira, Ulmrich, Hoffmann - Mernberger (46. P. Veith), Klees (51. Ross), Wolf, Kunz - Taijiou, Vermeer - Rebic
FV Biebrich 02: Rüzgar - Rashica, C. Gebhardt, Löbelt - Wilhelm, Tepper, Hachenberger, B. Odisho, C. Lang - V. Zer (82. Losik), Colak
Tore: 0:1 Odisho (18.), 0:2 Rashica (37.), 0:3 Gebhardt (48./Elfmeter)
SR: Kalbhenn (Düdelsheim)
Zu.: 350
Gelb-Rot: Löbelt (73.)
Quelle: WK, 16. 09. 2009
Spielberichte vom zehnten Spieltag
FV Biebrich 02 - SG Oberliederbach 1:4 (1:1) - 19. 09. 2009
Prompter Rückfall in die Lethargie
BIEBRICH 02 Zuschauer nach 1:4 gegen Oberliederbach erbost / Klee beruft außerordentliche Spielersitzung ein
(nn). Unglaublich, aber wahr: Da triumphiert Fußball-Verbandsligist Biebrich 02 3:0 im Derby in Frauenstein, um vier Tage später gegen die SG Oberliederbach 1:4 (1:1) zu verlieren. Jene
SG Oberliederbach, die unlängst im Regionalpokal in Frauenstein 1:3 verloren hatte.
Es war eine Beleidigung für die Augen der wenigen verbliebenen Getreuen, was die Nullzweier speziell nach der Pause boten. Einstellung: Im Gegensatz zum Derby nicht vorhanden. Disziplin: wie
vom Herbstwind weggeblasen. Spielkultur: ein Fremdwort angesichts der Fehlpass-Orgie.
Unergründlich, was in den Köpfen der Spieler vorgehen mag, die nach passablen in steter Regelmäßigkeit völlig indiskutable Leistungen abliefern. Thema Konzentration: Wenn
der erste lange Ball des Gegners nach 30 Sekunden zum 1:0 führt, ist das ein sicheres Zeichen, dass innerlich nicht alle auf Fußball geschaltet haben. Und wenn es bei Heimspielen (das 8:0 *
über Zeilsheim ist der bislang einzige Sieg) gar zum wiederholten Mal ein ganz frühes Gegentor setzt, ist zudem die Lernfähigkeit in Frage gestellt.
Als die Mannschaft nach dem 1:3 (67.) jegliche Gegenwehr einstellte, verlangten die verbliebenen Fans lautstark nach der A-Jugend ("Die kämpft wenigstens") und Einzelne nach einem
Trainer-Hardliner. Klubchef Horst Klee mag aber weiterhin nicht über die Position von Trainer Roland Gisinger nachdenken, sondern über Maßnahmen gegen die Spieler.
Für heute hat er eine außerordentliche Spielersitzung anberaumt: "Ich werde mir genau überlegen, welche Maßnahmen zu treffen sind. Vielleicht müssen wir den Geldkorb
höher hängen. Tatsache ist, dass diese Mannschaft auf dem Platz nicht die kleinsten Rückschläge verträgt. Mit Blick auf die nächste Runde werden wir gezwungen sein, uns
von Spielern zu trennen." Unerforscht bleiben aber die Gründe der extremen Launen. Klee bekennt: "Das ruft bei mir besondere Ratlosigkeit hervor."
FV Biebrich 02: Rüzgar - Rashica, C. Gebhardt, Löbelt (5. S. Akrri) - Wilhelm, Hachenberger (60. E. Poharetzki), Tepper, C. Lang - B. Odisho - V. Zer, Losik
Tore: 0:1 Walentowitz (1.), 1:1 Zer (22.), 1:2 Tahri (49.), 1:3 Dadic (67.), 1:4 Tahri (77.)
SR: Appel (Elm bei Schlüchtern)
Zu.: 100
* 8:1
Quelle: WT, 21. 09. 2009
Spielberichte vom elften Spieltag
FSV Braunfels - FV Biebrich 02 5:1 (3:1) - 26. 09. 2009
Nach Rot gegen Rüzgar Feldspieler Flindt im Tor
BIEBRICH 02 Chancenlos beim 1:5 in Braunfels
BRAUNFELS (nn). Wieder verloren, aber diesmal sind beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 mildernde Umstände ins Feld zu führen. Beim 1:5 (1:3) in Braunfels, dem ersten Spiel
nach dem Rücktritt von Trainer Roland Gisinger, wirkte sich der frühe Platzverweis gegen Torwart Bulut Rüzgar aus. Dem Vertreter des verletzten Denis Ademovic (Armfraktur) prallte der
Ball außerhalb des Strafraums unglücklich an die Hand. Referee Marcus Rolbetzki wertete es als absichtliche Abwehrhandlung und zückte Rot. "Eine zu harte Entscheidung", so
02-Spielausschuss-Chef Thomas Utikal.
Doppelt schlimm: Biebrich hatte keinen Ersatzkeeper zur Stelle. Mustafa Tiryaki, die Nummer drei, ist wie Ademovic verletzt und die A-Jugendtorleute dürfen nicht eingesetzt werden, weil sie
noch nicht 18 sind. So musste der zunächst auf der Bank sitzende Feldspieler Daniel Flindt zwischen die Pfosten. Mit Blick auf das Match gegen Eddersheim will man nun kurzfristig einen sofort
spielberichtigten Schlussmann aufspüren. Davon abgesehen blieb als einziger Lichtblick festzuhalten, dass die Mannschaft nach schnellem 0:3-Rückstand nicht in tiefe Depression verfiel. Ein
kleiner Ansatz auf dem steinigen Weg zurück auf den Erfolgspfad.
Und in Sachen Trainer? "In dieser Woche fällt die Entscheidung, ob es bei Michael Sauer bleibt oder ein neues Gesicht kommt", antwortet Utikal. Generell ist der Trainermarkt in Bewegung
geraten. Bei der Germania ist Christian Lache (38) ausgeschieden, in Orlen Oliver Schöneck (40). Zwei ehrgeizige Trainer, die sicherlich auch eine höherklassige Herausforderung annehmen
würden. Doch das ist spekulativ. Die Biebricher Verantwortlichen schauen gleichermaßen nach einem Coach, der bereits in ihrer Klasse trainiert hat. Dieser Markt ist derzeit sehr begrenzt,
weil die mutmaßlich Besten nicht frei sind.
FV Biebrich 02: Rüzgar - Rashica (77. A. Demir), C. Gebhardt, Klenner - Wilhelm, Tepper, B. Odisho, C. Lang (27. Flindt) - E. Poharetzki - Losik (32. Sauer), V. Zer.
Tore: 1:0 Vasli (9.), 2:0 Seiß (21.), 3:0 Schäfer (30.), 3:1 Wilhelm (41.), 4:1 Seiß (66.), 5:1 Schug (81.)
SR: Rolbetzki (Schröck)
Zu.: 50
Rote Karte: Rüzgar (27./Biebrich)
Quelle: WK, 28. 09. 2009
Spielberichte vom zwölften Spieltag
FV Biebrich 02 - FC Eddersheim 6:1 (3:0) - 03. 10. 2009
Extremer Engin-Effekt
BIEBRICH 02 Mit neuem Coach 6:1 über Eddersheim
(nn). Eine einzige Trainingseinheit genügte Engin Özdemir, um den Verbandsliga-Fußballern des FV Biebrich 02 wieder Sieger-Mentalität einzuhauchen. Unter dem neuen Coach
sprang nach 90 nahezu perfekten Minuten gegen den bis dato erst einmal bezwungenen FC Eddersheim ein nie erwartetes 6:1 (3:0) heraus - eine Auferstehung nach Wochen mit erbärmlichen
Darbietungen.
Als hätte der frühere türkische Nationalspieler das Team einer Gehirnwäsche unterzogen, so radikal anders präsentierten sich die 02er auf ihrem geliebten Kunstrasen. Und
nicht der Gegner, nein, die Biebricher selbst zauberten durch Emerich Poharetzki nach weitem Einwurf des zum Mittelfeld-Sechser umfunktionierten Christian Gebhardt nach 40 Sekunden ein Blitztor aus
dem Zylinder. Von Tunay Colak bedient, legte Poharetzki gegen geschockte Gäste gleich nach (8.) und Volkan Zer nutzte seine dritte Großchance zum 3:0 (31.). Sahnehäubchen waren die
beiden Treffer von Bilos Odisho, der endlich mal wieder an frühere Glanzzeiten anknüpfte.
Dazu verrichtete die von Özdemir ad hoc eingeführte Vierer-Abwehrkette ausgezeichnete Arbeit, sodass die Nervosität von Ersatzkeeper und Verbandsliga-Debütant Mustafa Tiryaki
keine Auswirkungen hatte. "Ich wollte, dass die Mannschaft ein Zeichen setzt. Das hat sie eindrucksvoll getan. Soll aber keiner glauben, dass jetzt alles von alleine läuft", meinte Özdemir,
der lautstark dirigiert hatte.
FV Biebrich 02: Tiryaki - Wilhelm, Löbelt, A. Demir, Rashica (84. Klenner) - Colak, C. Gebhardt (70. Tepper), B. Odisho, Flindt - E. Poharetzki, V. Zer (70. Losik)
Tore: 1:0, 2:0 Poharetzki (1./8.), 3:0 Zer (31.), 4:0, 5:0 Odisho (60./66.), 6:0 Rashica (77.), 6:1 Houness (81.)
SR: Vonderschmidt (Offenbach)
Zu.: 120
Quelle: WT, 05. 10. 2009
Spielberichte vom dreizehnten Spieltag
Viktoria Kelsterbach - FV Biebrich 02 1:3 (0:0) - 11. 10. 2009
Wichtiger Sieg in Sechs-Punkte-Spiel
BIEBRICH 02 Nach 3:1 in Kelsterbach auf dem Weg in sichere Gefilde / Volkan Zer mit Saisontoren acht bis zehn
KELSTERBACH (nn). Endlich mal einen Sieg mit einem Sieg bestätigt: 3:1 gewann Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 nach klarer Steigerung in Halbzeit zwei bei Viktoria Kelsterbach. Die
Mannschaft ist auf dem besten Weg, sich aus der Abstiegszone zu entfernen.
Wie angekündigt warf Trainer Engin Özdemir den 17-jährigen A-Jugendlichen Tim Maurer ins kalte Wasser. Im Mittelfeld beeindruckte er prompt nach anfänglicher Nervosität
durch gute Zweikampf-Werte und gescheite Pässe, während Christian Gebhardt überraschend auf der Bank Platz nehmen musste. In der durchwachsenen ersten Hälfte mit beiderseits
vielen weiten Pässen und etlichen Abseitspfiffen scheiterte Emerich Poharetzki mit insgesamt drei viel versprechenden Gelegenheiten am starken Keeper Björn Morper. Positiv bei Biebrich: Die
Abwehr um Edis Hadzic, der seine Zwölf-Spiele-Sperre aus dem Frauenstein-Spiel abgegolten hat, ließ keine Kelsterbacher Chancen zu.
"Glaubt an euch und macht das 1:0, dann gewinnen wir auch", appellierte Özdemir zur Pause an die Willenskraft der Spieler. Eine Vorgabe, die sofort umgesetzt wurde. Nach Foul an Tuncay Colak
gab Bilos Odisho den fälligen Freistoß herein und Volkan Zer verwandelte mit dem Knie. Zum erneut von Zer erzielten 0:2 lieferte Poharetzki die Vorlage. Mit versenktem Foulelfmeter * legte
Zer nach einer Torwarteinlage von Feldspieler Massie Borjalei noch sein zehntes Saisontor drauf.
"Ein wichtiger Sieg in einem Sechs-Punkte-Spiel. Wobei das Ergebnis weitaus deutlicher ausfallen musste", meinte Özdemir nach dem zweiten Dreier im zweiten Match unter seiner Leitung. Akzente
setzte neben Maurer auch der zweite Debütant Camillo Rivera. Nach seiner Einwechslung belebte er die linke Seite. Der Einstand der Youngster versteht sich auch als Zeichen an die Älteren,
sich im Konkurrenzkampf zu beweisen. Gebhardts Nichtberücksichtigung steht aus Sicht des Coachs unter einem besonderen Stern: "Er ist ein guter Fußballer und sehr wichtig für uns.
Doch zunächst muss er konditionelle Rückstände ausgleichen."
FV Biebrich 02: Tiryaki - Wilhelm, Löbelt, Hadzic, Rashica - Colak (86. Tepper), Maurer, B. Odisho, Flindt (55. Rivera) - E. Poharetzki, V. Zer (86. Klenner)
Tore: 0:1, 0:2 Zer (47./58.), 1:2 Arslan (84.), 1:3 Zer (85./Handelfmeter)
SR: Klein (Erksdorf)
Zu.: 100
Rot: Borjalei (85./Kelsterbach/Handspiel auf der Torlinie)
* Handelfmeter
Quelle: WT, 12. 10. 2009
Spielberichte vom vierzehnten Spieltag
FV Biebrich 02 - SC Waldgirmes II 4:3 (2:2) - 18. 10. 2009
Mit Spendierhosen und zwei Elfmetern
BIEBRICH 02 Dritter Sieg in Serie: 4:3 über Waldgirmes
(nn). Der dritte Sieg im dritten Spiel unter der Regie von Engin Özdemir. Doch zufrieden konnte der neue Coach des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 mit der Darbietung beim 4:3
(2:2) gegen die B-Elf des SC Waldgirmes nicht sein: "Wir haben mit leichten individuellen Fehlern zu Toren eingeladen und den Gegner vielleicht phasenweise nicht ernst genommen. Erst in der Endphase
war der Wille zum Sieg wieder erkennbar."
Nach dem von Volkan Zer erzielten 1:0 blitzten bei Biebrich Abwehrsünden früherer Tage auf. So unterlief Edis Hadzic im Eifer des Gefechts ein völlig überflüssiges Foul,
das Waldgirmes per Strafstoß zum Ausgleich nutzte. Das 2:1 durch Kapitän Daniel Löbelt schien die Weiche wieder auf Sieg zu stellen. Doch bereits zwei Minuten später durfte
Sascha Kuche zum 2:2 einnicken. Nach der Pause behielt Biebrich die Spendierhosen an, gestattete dem Gast die 3:2-Führung (49.). Ein Rückfall in überwunden geglaubte Launen bahnte sich
an. Es wurde aber noch alles gut, weil Tuncay Colak seine Dynamik einsetzte, die beiden Elfmeter herausholte, die Volkan Zer binnen drei Minuten nervenstark zum 4:3 nutzte. Anteil am Erfolg hatte der
neue Spielführer Daniel Löbelt, der im Gegensatz zu einigen seiner Nebenmänner konsequente Abwehrarbeit leistete. Somit hat Biebrich den Sprung ins Tabellen-Mittelfeld geschafft und
kann seine Klettertour am Samstag gegen den FC Ederbergland fortsetzen. Aber nur, wenn die Zahl der Defensiv-Aussetzer sinkt.
FV Biebrich 02: Rüzgar - Wilhelm, Hadzic, Löbelt, Rashica - Colak, Maurer, Tepper (46. Rivera), B. Odisho (59. Klenner) - V. Zer, E. Poharetzki (86. S. Akrri)
Tore: 1:0 Zer (12.), 1:1 Jordan (29.), 2:1 Löbelt (32.), 2:2 Kuche (34.), 2:3 Jordan (49.), 3:3, 4:3 Zer (61./63./jeweils Foulelfmeter)
SR: Hofheinz (Sechshelden)
Zu.: 100
Gelb-Rot: Schlierbach (83./Waldgirmes)
Quelle: WT, 19. 10. 2009
Elfmeter kosten Punkte
Fußball-Verbandsliga Mitte: FV Biebrich – SC Waldgirmes II 4:3
(vib). Auf fremden Plätzen bleibt der SC Waldgirmes II in der Fußball-Verbandsliga Mitte chronisch erfolglos. Nach dem 3:4 gestern beim FV Biebrich 02 haben die Lahnauer auswärts
erst vier ihrer bisher 20 Punkte geholt.
Das Team von Trainer Ralf Landgraf erwischte in der Landeshauptstadt einen klassischen Fehlstart. In der zwölften Minute bekam Torwart Fabian Grutza den Ball nach einer Ecke nicht unter
Kontrolle, Volkan Zer verwandelte aus dem Gewühl heraus. Auch nach dem 1:1, als Steffen Jordan einen Foulelfmeter (Michael Sofinski war gelegt worden) verwertete (29.), brachte ein Abwehrfehler
die erneute Führung für die Hausherren.
Steffen Jordan hätte die Partie nach der Pause entscheiden können
Daniel Löbelt verwandelte einen Freistoß, den Schiedsrichter Christian Hofheinz vom SSV Sechshelden nach einem verunglückten Rückpass von Daniel Weber gegeben hatte (32.).
Dennoch gelang es Waldgirmes trotz der verletzungsbedingten Auswechslungen von Simon Fuhr und Lukas Hartmann, den Spielstand bis zur Pause wieder geradezurücken. Sascha Kuche köpfte in der
34. Minute zum 2:2 ein.
Und nach der Pause hatte Waldgirmes den Sieg dann fast schon in der Tasche. Steffen Jordan schloss einen Konter in der 49. Minute zum 3:2 ab, verpasste aber in der 58. Minute das wahrscheinlich
vorentscheidende 4:2. Er hatte den Torwart bereits ausgespielt, schoss aber einen Biebricher Abwehrspieler auf der Linie an. „Hätten wir da das Tor gemacht, hätten wir wohl drei
Punkte mitgenommen. Wahrscheinlich sind wir in solchen Situationen einfach noch zu grün hinter den Ohren“, ärgerte sich Landgraf nach dem Abpfiff, denn nun wendete sich das Blatt
vollkommen. Innerhalb von zwei Minuten entschied der Unparteiische zwei Mal auf diskussionswürdige Foulelfmeter für den FV. Zer verwandelte in der 62. und 63. Minute, wonach die Gäste
nicht nur mit dem Gegner, sondern auch mit dem Schiedsrichter beschäftigt waren. Insgesamt sieben gelbe und eine gelb-rote Karte für Thomas Schlierbach (83., wiederholtes Foulspiel)
kassierten die Lahnauer.
Aus Landgrafs Sicht wurde eine eigentlich gute Leistung schließlich nicht belohnt: „Ich kann meiner Mannschaft heute bis auf die Schläfrigkeiten bei den ersten Gegentoren nichts
vorwerfen.“
Biebrich: Rüzgar – Wilhelm, Löbelt, Hadzic, Rashica – Colak, Maurer, Tepper (46. Rivera), Odisho (59. Klenner) – Volkan Zer, Poharetzki (86. Akrri).
Waldgirmes II: Grutza – Maaß – Gouri, Kaguah – Kuche, Schlierbach, Aydin, Fuhr (16. Daniel Weber, 40. Aliakbari), Sofinski – Jordan, Hartmann (8. Agirman).
Schiedsrichter: Hofheinz (Sechshelden)
Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Volkan Zer (12.), 1:1 Jordan (29, Foulelfmeter), 2:1 Löbelt (32.), 2:2 Kuche (34.), 2:3 Jordan (49.), 3:3 Volkan Zer (62., Foulelfmeter), 4:3 Volkan Zer (63., Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Daniel Weber, Sofinski, Kuche, Maaß, Gouri, Agirman, Schlierbach (alle Waldgirmes II)
Gelb-rote Karte: Schlierbach (83., Waldgirmes II) wegen wiederholten Foulspiels.
Quelle: WNZ Vinzenz Bachler, 19. 10. 2009
Spielberichte vom fünfzehnten Spieltag
FV Biebrich 02 - FC Ederbergland 0:4 (0:3) - 24. 10. 2009
Frede: "Alles hat gepasst"
Fußball-Verbandsliga: FC Ederbergland gewinnt mit 4:0 (3:0) beim FV Biebrich
Biebrich. Der FC Ederbergland hat in der Fußball-Verbandsliga die Siegesserie des FV Biebrich auf dessen Platz unterbrochen und kam vom gestrigen Spiel mit einem 4:0 (3:0)-Erfolg
zurück.
Was es bedeutet, effektiven Fußball zu spielen, zeigte der FCE während der gesamten 90 Minuten. "Es hat alles hundertprozentig gepasst. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung mit
einem hochverdienten Sieg", freute sich Ederberglands Trainer Frank Frede.
Optisch auf Augenhöhe mit dem Gastgeber, waren die Ederbergländer im Spielaufbau erheblich schneller und somit auch gefährlicher. Der Druck lag nach zehn gespielten Minuten
allerdings schon bei den Hausherren, die zuletzt mit drei Siegen in Folge geglänzt hatten.
Da nämlich hatte der Gast in Person von Kapitän Michael Möllmann bereits zugeschlagen. Aus mehr als 30 Metern hatte er flach abgezogen, der Ball wurde noch leicht abgefälscht,
sodass er für Biebrichs Torwart Bulut Rüzgar unhaltbar einschlug.
Die Biebricher antworteten mit wütenden Angriffen, bei denen aber Ederberglands Keeper Alessandro Casella meist beschäftigungslos blieb. Lediglich bei Standards waren die Rheingauer
gefährlich. Etwa bei Einwürfen durch Christian Gebhardt, die wie Flanken in den Strafraum segelten.
Der FCE war im Spiel nach vorn hellwach. Sei es aus der Tiefe heraus durch Steffen Schäfer und Dominik Karge oder auch durch Dogan Citlak, der ein starkes Spiel als Anspielstation und
Ballverteiler ablieferte. Ein Doppelschlag vor der Pause bescherte den beruhigenden 3:0-Vorsprung. Zunächst hatte Rene Eickhoff, den die Biebricher nicht in den Griff bekamen, eine Citlak-Flanke
per Kopf in den Winkel befördert (44.). Es folgte der Biebricher Anstoß. Der Ball wurde vom FCE erobert, kam über Eickhoff zu dessen Sturmpartner Niklaas Westermann, der eiskalt
einschoss.
Der große Sturmlauf des FV Biebrich blieb auch nach der Pause aus. Zwar bemühten sich die Gastgeber, doch die Gästeabwehr stand. "Wir haben von der ersten Minute an nichts
anbrennen lassen", bestätigte Frede der Defensive einen starken Auftritt. Lediglich eine brenzlige Situation gab es zu überstehen, als Casella einen Freistoß von Gebhardt an die Latte
lenkte (54.). Vier Minuten später scheiterte Eickhoff allein vor Rüzgar an diesem. Beim nächsten Angriff bediente Mohr Eickhoff, der den Ball an den Pfosten schoss.
Es blieb aber dem dennoch dem agilen Eickhoff vorbehalten den vierten Treffer zu erzielen. In der 73. Minute hatte Oleg Schneider mustergültig aufgelegt und Eickhoff netzte ohne Mühe
ein. (hwx)
Quelle: HNA, 25. 10. 2009
Özdemir will aussortieren
BIEBRICH 02 Ausfälle bei 0:4-Pleite gegen Ederbergland nicht zu kompensieren
(nn). Grenzenlose Enttäuschung bei Engin Özdemir: Beim 0:4 (0:3) gegen den FC Ederbergland musste der neue Coach des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 nach zuvor drei Siegen
in Folge feststellen, dass seine Mannschaft an einer starken Unverträglichkeit gegen Umstellungen laboriert: "Die Spieler, die die Chance erhalten haben, sich zu beweisen, wollten anscheinend
gar nicht in die Mannschaft. Man kann ja schlecht spielen, aber wenigstens läuferisch alles geben. Zur Winterpause wird das Konsequenzen haben. Wir werden uns von Spielern trennen und hungrige
neue holen."
Die erste Hälfte stand aus Biebricher Sicht unter dem Titel "Zurück in die Steinzeit". Natürlich mag die notwendig gewordene Neubesetzung des Mittelfeldes ein Grund für das
zusammenhanglose Biebricher Gekicke gewesen sein. Andererseits war Ederbergland ein derart biederer Gegner, den auch der zweite Anzug der 02er hätte in Schach halten müssen. Dachte man.
Doch ohne den beruflich verhinderten Tuncay Colak, die in der A-Jugend benötigten Tim Maurer und Camillo Rivera sowie ohne die verletzten Emerich Poharetzki (Kreuzbandriss) und Bilos Odisho
mangelte es an Klasse, Konzentration und Willensstärke. Kurzfristig als Zugang ist Can Guenes (früher Jugend FSV Frankfurt) hinzugestoßen. Darüber hinaus als Torwart-Notnagel der
zuletzt pausierende Pavlos Tsoutsoulis.
FV Biebrich 02: Rüzgar - S. Akrri, Hadzic, Löbelt, Rashica (67. D. Aydin) - Klenner (70. Guenes), Wilhelm, Tepper, C. Lang (46. Hachenberger) - V. Zer, C. Gebhardt.
Tore: 0:1 Möllmannn (10.), 0:2 Eickhoff (44.), 0:3 Westermann (45.), 0:4 Eickhoff (74.)
SR: Althoff (Egelsbach)
Zu.: 100
Quelle: WK, 26. 10. 2009
Spielberichte vom sechzehnten Spieltag
Türkischer SV WI - FV Biebrich 02 4:0 (2:0) - 01. 11. 2009
Wieder im Patientenstatus
Von Stephan Neumann
VERBANDSLIGA Biebrich 02 verliert Derby beim Türkischen SV 0:4 / Orkun Zer trifft dreifach
Das Bruderduell Orkun Zer gegen Volkan Zer ging klar an Orkun, den Jüngeren. Drei Treffer steuerte er zum 4:0 (2:0) des starken Türkischen SV im Verbandsliga-Derby gegen den restlos
enttäuschenden FV Biebrich 02 bei. In der Saison-Zwischenbilanz hat 02-Torjäger Volkan noch mit 13:11 die Nase vorn. "Für mich war es ein besonders schöner Tag. Eigentlich wollte
ich im Sommer zu Biebrich 02. Doch die haben gemeint, dass ich zu schlecht wäre", genoss Orkun seinen ersten Verbandsliga-Dreierpack mit einem Seitenhieb auf den lokalen Konkurrenten. Volkan
gratulierte fair: "Stark gespielt." Was auf das gesamte TSV-Team zutraf.
Wer ist derzeit die beste Amateurelf Wiesbadens? Legt man die Leistungen im Derby zugrunde, ist es eindeutig der Türkische SV. Mit gesunder Aggressivität startete das Team in die Partie,
während Biebrich eher verhalten wirkte. Zugute kam den Türken der frühe Führungstreffer. Nach einem Eckstoß war Orkun Zer mit dem Kopf zur Stelle, Keeper Bulut Rüzgar
wehrte zu kurz ab und der aufgerückte Abwehrspieler Markus Kusch durfte mühelos eindrücken. Beim 2:0 herrschte im Gäste-Strafraum eine Vollversammlung wie bei Kuranyis Treffer zum
2:2 der Schalker gegen Leverkusen. In diesem Fall war Orkun Zer der Glückliche, der zuletzt den Fuß an die Kugel brachte und ihn über die Linie bugsierte. Auf der Gegenseite wehrte
TSV-Schlussmann Ismail Yilmaz den Versuch von Volkan Zer per Fußabwehr ab (44.).
Ein Aufbäumen, wie es die Türken im Spiel zuvor nach 0:3-Pausenrückstand bei ihrem 4:3-Sieg in Kelsterbach praktiziert hatten, war bei Biebrich im zweiten Durchgang nicht erkennbar.
Die Mannschaft scheint wieder dort angelangt zu sein, wo sie sich vor der Demission von Roland Gisinger befand. Verpufft ist der Schwung der zwischenzeitlich errungenen drei Siege in Serie unter
Gisingers Nachfolger Engin Özdemir. So wurde 02-Kapitän Daniel Löbelt vor dem 3:0 durch einen Heber des kleinen Harmen Baghramian überlistet. Orkun Zer war der Nutznießer.
Zur Krönung nahm der Dreifach-Schütze noch die Diagonalflanke von Caglar Öztürk an und verwandelte erneut.
Özdemir will handeln
Aus TSV-Sicht war es einzig für Markus Kusch ein bitteres Match. Nach dem Luftkampf mit Löbelt trug er eine Wunde an der Augenbraue davon, musste in die Klinik gebracht werden,
während Löbelt bandagiert weiterspielen konnte. Özdemir sieht sich nun zum Handeln gezwungen: "Genug geredet. Wer sich in so einem bedeutsamen Spiel nicht konzentrieren kann und
taktische Vorgaben nicht einhält, hat in der Mannschaft nichts zu suchen. Es wird auf jeden Fall Konsequenzen geben. Lieber ziehe ich junge Spieler hoch. Jetzt sind wir wieder im Tabellenkeller
angekommen und es wird sehr schwer, ihn zu verlassen." Eine Aussage, die auf sofortige Änderungen und einen umfangreichen winterlichen Personalaustausch hindeutet. Bleibt zudem die Option, dass
Ex-Profi Özdemir im neuen Jahr auf dem Platz mitmischt.
Türkischer SV: I. Yilmaz - Sengün, Kusch (70. Karaca), Bilir, Balikci - Kirazli (23. C. Öztürk), Rreshka, E. Genc, Kharraz - O. Zer, Baghramian (75. H. Erdogan)
Biebrich 02: Rüzgar - Hadzic, Löbelt, Tepper, C. Lang - Wilhelm, Hachenberger, Colak, Rashica (31. Rivera) - V. Zer, Losik (75. Gebhardt)
Tore: 1:0 Kusch (8.), 2:0, 3:0, 4:0 O. Zer (31./53./89.)
SR: Wahl (Laufdorf)
Zu.: 150
Quelle: WK, 02. 11. 2009
Spielberichte vom siebzehnten Spieltag
FV Biebrich 02 - FSV Schröck 1:2 (0:1) - 07. 11. 2009
Erschreckend gegen Schröck
BIEBRICH 02 Sechste Schlappe im neunten Heimspiel / Trainer-Effekt verpufft
(nn). Man könnte in die Videothek gehen und immer den gleichen Film ausleihen. Inhalt: Ein Gegner, der nicht gerade fußballerische Brillanz versprüht, greift als Gast des
Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 auf ein Defensivrezept zurück und fährt anschließend mit drei Punkten nach Hause. Diese oft gesehene Vorführung erlebten 70
unentwegte 02-Fans beim 1:2 gegen den FSV Schröck. Die sechste Biebricher Niederlage beim neunten Auftritt vor eigener Kulisse. Der Effekt das Trainerwechsels - Engin Özdemir übernahm
Roland Gisingers Job - ist blitzschnell verpufft. Die drei Siege nach Özdemirs Start mündeten zuletzt in drei Niederlagen. Der Status quo ist wieder hergestellt und wären nicht die
Kantersiege über Zeilsheim (8:1) und Eddersheim (6:1) gewesen, könnte man die Biebricher bereits getrost als künftigen Gruppenligisten einstufen.
Eine Mannschaft, die scheinbar allmonatlich einen neuen Coach braucht. Einer, der weckt und dann für den nächsten Platz macht. So richtig in den Griff bekommt kein Coach das
Phänomen extremer Launen innerhalb einer Mannschaft, die ein Spielverbot für ihren großen Naturrasenplatz erhalten sollte. Denn immer, wenn dort angepfiffen wird, rutschen die 02er
aus. Eine Viertelstunde habe seine Elf Fußball gespielt. Das genüge natürlich nicht, registrierte Özdemir Teilzeitarbeit. Als Christian Gebhardt spät (88.) per Handelfmeter
auf 1:2 verkürzte, wollten alle plötzlich die neuerliche Blamage abwenden. Kopfbälle von Edis Hadzic und Volkan Zer fanden aber nicht den Weg ins Netz.
In dieser Besetzung, das scheint nun definitiv klar, repräsentiert das Team kein Verbandsliga-Niveau. Bleibt den Verantwortlichen im Winter nur der Gang in die Videothek. Einen neuen Film mit
anderen Akteuren aussuchen.
FV Biebrich 02: Rüzgar - S. Akrri (46. Hadzic), Tepper, D. Löbelt, Rashica - C. Gebhardt - Colak, Wilhelm, C. Lang (46. Hachenberger/74. Flindt) - V. Zer, B. Odisho
Tore: 0:1 Berger (33.), 0:2 Marankoz (59.), 1:2 Gebhardt (88./Handelfmeter)
SR: Blankenburg (Sprendlingen)
Zu.: 70
Quelle: WK, 09. 11. 2009
FSV siegt in Biebrich
Von Rainer Maaß
„Schämen für unsere Mannschaft – das ist in dieser Saison fast zu einer Dauerübung geworden“, fuhr Heinz-Jürgen Hauzel, der zweite Vorsitzende der Hausherren,
vor dem Anpfiff schwere Geschütze auf. Wiedergutmachung war also für die „Blauen“ angesagt, aber die trafen auf eine Schröcker Mannschaft, die in Christoph Vollmer nur
einen einzigen Auswechselspieler mitgebracht hatte und sich als ein echtes Team präsentierte.
„Mit der Einstellung von heute hätten wir letzte Woche gegen Kelsterbach locker gewonnen. Es geht doch“, freute sich FSV-Trainer Dirk Schneider und herzte nach dem Abpfiff am
Mittelkreis jeden seiner Spieler. André Berger hatte das Team vom Elisabethbrunnen nach einer guten halben Stunde per abgefälschtem Freistoß mit 1:0 in Front gebracht. Ein Treffer,
der völlig leistungsgerecht fiel, weil die Gäste einfach präsenter in den Zweikämpfen waren, sich gegenseitig anfeuerten und schließlich über den Kampf auch
spielerisches Übergewicht besaßen. Kamen die völlig verunsicherten Hausherren tatsächlich zu Möglichkeiten, dann wurden diese zu einer sicheren Beute des starken Frank
Baumeister im Gästekasten.
Nach dem Wechsel blieben die Gäste über Konter gefährlicher, als die harmlosen Biebricher. Zugute kam den Schröckern das 2:0, das Ahmet Marankoz nach einem Klassepass Fabian
Weidenhausens markierte (59.). In der Folge verletzte sich Weidenhausen und machte für Christoph Vollmer Platz. „Nicht ohne Risiko, wenn sonst keiner mehr auf der Bank ist“, wusste
Dirk Schneider. Es ging für die Gäste gut, weil sich niemand mehr verletzte, weil der FSV Schröck in der Deckung aufmerksam verteidigte und weil die Gäste Charakter zeigten.
Biebrich verkürzte durch Christian Gebhardts Elfmeter nach Manuel Schäfers vorgangegangenem Handspiel noch auf 1:2 (89.), doch behielt der Schröcker Auswärtserfolg Bestand. Ein
wichtiger Sieg für die Schneider-Schützlinge gegen einen direkten Mitkonkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt. Vor allem aber ein Fingerzeig in Sachen Moral. Im Gegensatz zum FV Biebrich,
dessen Verantwortliche lange grübelnd im Stadion verweilten und völlig demoralisiert wirkten, hatte der FSV Schröck nämlich den Charaktertest bestanden.
Biebrich: Rüzgar – Akkri (46. Hadzic), Tepper, Löbelt, Rashica – Gebhardt, Wilhelm, Colak, Lang (46. Hachenberger, 74. Flindt) – Zer, Odisho
Schröck: Baumeister – Alkan, Keskin, Cholibois – Weidenhausen (72. Vollmer), Borawski, Berger, Schäfer, Schott – Marankoz, Drescher
Schiedsrichter: Blankenburg (Sprendlingen)
Zuschauer: 72
Tore: 0:1 Berger 34.), 0:2 Marankoz (59.), 1:2 Gebhardt (89., Handelfmeter)
Gelbe Karten: Gebhardt (Biebrich) – Keskin, Weidenhausen, Borawski (Schröck)
Quelle: Homepage des FSV Schröck
Spielberichte vom achtzehnten Spieltag
FV Biebrich 02 - VfB 1900 Gießen 1:0 (0:0) - 14. 11. 2009
Özdemirs Defensivplan beendet Negativserie
BIEBRICH 02 Daniel Flindt besiegelt 1:0 über Gießen
(nn). Engin Özdemir, Coach des Verbandsligisten FV Biebrich 02, zog nach drei Niederlagen die Reißlinie, verordnete der Mannschaft im Duell mit dem starken Aufsteiger VfB Gießen
ein Safetey-First-Konzept, das nicht unbedingt mit seiner auf Offensivfußball geeichten Philosophie konform geht. Doch der Zweck heiligt die Mittel: Nach Freistoß von Christian Gebhardt
und Kopfballtor von Daniel Flindt gewannen die 02er 1:0. Ein vorweggenommenes Präsent für Clubchef Horst Klee, der morgen seinen 70. feiert. Dazu ein Lebenszeichen der Mannschaft, die vom
Willen und der Laufbereitschaft her keine Wünsche offen ließ.
Özdemir hatte komplett neu sortiert. Im Tor feierte Denis Ademovic nach verheilter Armfraktur ein zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwartetes Comeback, sorgte allein durch seine pure
Anwesenheit und lautstarkes Dirigieren für mehr Sicherheit. Abgerückt war Özdemir von der Vierer-Abwehrkette, die er zu seinem Amtsantritt eingeführt hatte. Stattdessen tauchte
Routinier Marc Wilhelm auf dem Liberoposten auf, stopfte durch sein Laufvermögen viele Löcher, während Edis Hadzic VfB-Torjäger Claudius Weber (ehemals Wehen und Mainz 05)
abmeldete. Für die Offensive blieben beim Unterfangen, den Spielfluss der Gäste permanent zu stören, kaum mehr Energien und Kreativität. Lediglich bei den Distanzversuchen von
Tuncay Colak und Daniel Löbelt kam Gefahr auf. Nach der Pause genügte dann ein lichter Moment, um die dringend benötigte Beute einzufahren. Erst zum Ende hin musste Ademovic nochmals
eingreifen. Ansonsten räumten Gebhardt und Löbelt schon im Mittelfeld kräftig ab.
FV Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, Wilhelm, A. Demir - Klenner, C. Gebhardt (80. Anastasiu ¹), Löbelt, D. Flindt (65. Tepper), Rashica (70. Gerwalt) - Colak, V. Zer
Tor: 1:0 Flindt (51.)
SR: Pfeiffer (Frankfurt)
Zu.: 100
Rot: Özen (87./Gießen/Tätlichkeit)
¹ Anastasiou
Quelle: WK, 16. 11. 2009
Der Ball will nicht ins Tor
(cso) Das hatten sich die Gießener wahrscheinlich anders vorgestellt. Zum Rückrundenauftakt der Verbandsliga Mitte am vergangenen Samstag setzte es für die Fußballer des VfB
1900 Gießen eine 0:1-Niederlage beim Tabellen-15. FV Biebrich 02. Trotz Überlegenheit brachten die Lahnstädter den Ball nicht ins Tor. Der einzige Tagestreffer fiel durch eine
Standardsituation der Gastgeber. Schließlich musste auch noch Ürkan Özen nach einer Tätlichkeit vom Platz und wird dem VfB 1900 wohl in den verbleibenden Partien vor Jahresende
fehlen.
Der angeschlagene Gino Parson blieb auf Gießener Seite zunächst auf der Bank, so dass er erst zur zweiten Halbzeit gebracht werden konnte. Die etwa 100 Besucher sahen einen Gast, der
sofort das Heft in die Hand nahm. Auch ohne Parson, die Schaltzentrale im Mittelfeld, kombinierten die Gießener gefällig und drängten die Wiesbadener über weite Strecken in deren
Hälfte. »Wir haben wirklich einen super Job gemacht und hatten das Spiel in der Hand.« So sah es Gießens Trainer Stefan Hassler von der Seitenlinie. Bei hohen Bällen sah
die Abwehr der Hausherren noch einigermaßen gut aus. Die relativ groß gewachsenen Verteidiger konnten die meisten Flanken der Gäste wieder aus dem Strafraum köpfen. Dennoch
ergab sich aus der Gießener Überlegenheit die eine oder andere Torchance. Claudius Weber und Steffen Spottka fehlte bei ihren Gelegenheiten allerdings ein wenig das Glück.
Während Weber (35.) nur die Latte traf, stand Spottka kurz vor der Pause der Pfosten im Weg.
Kurz nach Wiederanpfiff kam es dann, wie es kommen musste. Durch eine Standardsituation gerieten die Lahnstädter in Rückstand. Der FV schlug bei seiner ersten echten Chance einen
Freistoß hoch vor das Gehäuse von Kristian Kühn. Daniel Flindt reagierte am schnellsten und köpfte das Leder zur Biebricher Führung ins Tor. Die Gießener antworteten
weiterhin mit druckvollem Spiel nach vorne. Daraus resultierte eine gute Kopfballgelegenheit für Claudius Weber. Der dritte Aluminium-Treffer für die Gäste ließ ebenfalls nicht
mehr lange auf sich warten. Nemrut Bargello zeichnete für den Lattenknaller verantwortlich. Mehr Chancen konnten sich die Lahnstädter aus ihrer Überlegenheit nicht erspielen. Die
Biebricher kamen noch durch ein bis zwei Konter gefährlich vor das Tor der Gäste. Für die Gäste kam es dann in der 80. Minute ganz dick. Nachdem Ürkan Özen ein Foul
über sich ergehen lassen musste, welches der Schiedsrichter mit der Gelben Karte für den Biebricher Akteur ahndete, stand der Gießener auf und stieß seinen Gegenspieler zu
Boden. Der Unparteiische zögerte nicht und zog sofort die Rote Karte für Özen. »Das war ein absolut berechtigter Platzverweis«, erklärte Stefan Hassler. Danach tat
sich nichts mehr, so dass die Gießener am Ende mit leeren Händen dastanden. Für das gute Spiel kann sich die Mannschaft nichts kaufen. Im Fußball zählen nun mal die
Tore.
FV Biebrich 02: Ademovic; Wilhelm, Hadzic, Demir, Klenner, Gebhardt (ab 80. Anastagou ¹), Löbelt, Flindt (ab 65. Tepper), Rashica (ab 70. Gerwalt), Colak, Zer.
VfB 1900 Gießen: Kühn; Mohr, Chabou, Stehle, Spottka, Kilian, Bargello, Celik, Özen, Bubbel (ab 46. Parson), Weber.
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Pfeiffer (Frankfurt). - Zuschauer: 100. - Tor: 1:0 (50.) Flindt. - Gelbe Karten: Hadzic, Demir, Zer, Colak, Löbelt - Celik, Parson, Kühn. - Rote Karte:
Özen (80.) wegen Tätlichkeit.
¹ Anastasiou
Quelle: GA, 16. 11. 2009
Spielberichte vom neunzehnten Spieltag
SV Zeilsheim - FV Biebrich 02 2:1 (1:1) - 22. 11. 2009
Pech in ganz geballter Form
BIEBRICH 02 Bitteres 1:2 in Zeilsheim mit vielen umstrittenen Szenen / Zer trifft
ZEILSHEIM (nn). Der FV Biebrich 02 bleibt ein Fußball-Verbandsligist ohne jegliche Konstanz. 30 Minuten spielte das Team beim SV Zeilsheim ordentlich, um danach den Faden zu verlieren -
Endstand 2:1 für die Heimelf. Dazu kam die Rote Karte gegen Hadzic.
02-Coach Engin Özdemir verlangt seinen Spielern ein Höchstmaß an Flexibilität ab. Aufgrund der wieder verfügbaren A-Jugendlichen Tim Maurer und Camillo Rivera erhielt die
Startelf im Vergleich zum 1:0 über Gießen ein ganz anderes Gesicht. Trotz der Umstellungen lief es anfangs gut. Volkan Zer erzielte das frühe 0:1.
Später ließ das Team nach, und Pech begünstigte in geballter Form den weiteren Verlauf. So roch es beim 1:1 nach Abseits. In der 68. Minute, als ein Foul an Marc Wilhelm nicht
geahndet wurde, stand Hadzic allein auf weiter Flur und wurde zur Notbremse quasi genötigt. In Unterzahl prallte anschließend Zers Kopfball von der Lattenunterkante aus dem Blickwinkel
Biebricher Beobachter hinter der Torlinie auf, der Referee erkannte aber auf Weiterspielen (70.). Und als Keeper Ademovic kurz vor Schluss abwehrte, setzte Cevat Temur zum 2:1 nach.
FV Biebrich 02: Ademovic - Rivera, Hadzic, Löbelt, Rashica (76. A. Demir) - Wilhelm, Maurer, C. Gebhardt, D. Flindt (70. Tepper) - Colak (76. Klenner), V. Zer
Tore: 0:1 V. Zer (13.), 1:1 Schuster (32.), 2:1 Temur (88.)
SR: Gieser (Neu- Isenburg)
Zu.: 80
Rot: Hadzic (68./Biebrich/Notbremse)
Quelle: WK, 23. 11. 2009
Cevat Temur hält „einfach mal drauf“ und rettet seinem Team den verdienten Sieg +++ Lob vom Trainer
Die Revanche ist gelungen. Nach dem 1:8 im Hinspiel gelang dem SV Zeilsheim zu Hause ein allerdings hart umkämpftes 2:1 gegen den FV Biebrich.
Zeilsheim. Nach dem Auf und Ab der vergangenen Wochen mit der Gala in Eddersheim und der peinlichen Niederlage in Kelsterbach waren die Gastgeber nach diesem Erfolg sehr erleichtert. «Das
waren drei wichtige Punkte», wollte Andreas Schreier von einer Revanche für die höchste Saisonniederlage gar nicht so viel wissen. Viel wichtiger war dem Trainer, dass seine
Mannschaft nach der Pleite in Kelsterbach eine Reaktion gezeigt hatte.
Auf die musste der Zeilsheimer Übungsleiter aber etwas warten. Denn die erste halbe Stunde dominierten die aggressiveren Biebricher, die mit ihrer Kampfkraft beeindruckten und den
Zeilsheimern damit zunächst den Schneid abkauften. Verdient gingen die Gäste in der zwölften Minute durch den Flachschuss von Zer nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß auch in
Führung. Mit der ersten gelungenen Aktion im Spiel kamen die Gastgeber aber auch schon zum 1:1. In der 32. Minute setzte Cevat Temur seinen Mitspieler Paul Schuster mit dem Außenrist
glänzend in Szene. Der Zeilsheimer Stürmer behielt die Nerven und schob überlegt zum zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften Ausgleich ein.
Auch im zweiten Abschnitt blieb es eine intensive Partie. Allerdings hatte der SV Zeilsheim nun deutlich mehr vom Spiel. Die erste Chance zur Führung hatte der eingewechselte Mohammed Ayadi
nach einer knappen Stunde. Der kleine Marokkaner hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und den Ball gefühlvoll über den herausstürzenden Biebricher Torwart Ademovic gehoben.
Doch der zurückgeeilte Hadzic grätschte den Ball gerade noch von der Torlinie. Nur fünf Minuten später stand der Biebricher Abwehrspieler wieder im Mittelpunkt. Diesmal
schwächte er aber sein Team. Den durchgestarteten Jens Bretthauer konnte Hadzic nur mit einer Notbremse auf dem Weg zum Tor aufhalten. Die letzten 25 Minuten mussten die Gäste deshalb in
Unterzahl weiterspielen.
Zeilsheim blieb gegen aufopferungsvoll kämpfende Biebricher am Drücker. Doch nur eine Minute nach dem Platzverweis vergab Schuster eine weitere gute Gelegenheit. Dann hatten die
Gastgeber aber auch Glück. Einen Kopfball von Biebrichs Abwehrchef Loebelt köpfte der Zeilsheimer Spielführer auf der Torlinie gerade noch an die Unterkante der eigenen Latte, von wo
der Ball ins Feld zurücksprang. In den letzten zehn Minuten gingen den Gästen aber die Kräfte aus. Zeilsheim konnte nachlegen und kam nochmals zu guten Chancen. Nach einem Konter
über Ayadi traf der aufgerückte Benjamin Babic mit einem strammen Schuss aber nur die Querlatte (81.). Zwei Minuten später durften die Gastgeber aber doch noch jubeln. Temur zog aus 16
Metern ab, Ademovic war zwar noch mit den Fingern am Ball, konnte den Schuss aber nur noch ins eigene Tor lenken. «Ich habe einfach mal draufgehalten», kommentierte Temur den
entscheidenden Treffer. Viel wichtiger waren ihm aber die drei Punkte: «Mit der ersten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein. Dann haben wir aber verdient gewonnen», erklärte
der Mittelfeld-Antreiber. Gerade ihm – dem unauffälligen aber so wichtigen Arbeiter vor der Abwehr – gönnte Trainer Schreier den Siegtreffer besonders. Nach der schwachen ersten
Halbzeit sah er sein Team aufgrund der Leistungssteigerung auch als den verdienten Sieger an: «Am Ende haben wir es erzwungen, wenn auch teilweise zu ungestüm. cn cn
Quelle: FNP, 23. 11. 2009
Spielberichte vom zwanzigsten Spieltag
FV Biebrich 02 - SV Frauenstein - 28. 11. 2009
Pannenstatistik mit Höchstwerten
Von Stephan Neumann
VERBANDSLIGA-DERBY Biebrich 02 und SV Frauenstein assistieren einander beim unterhaltsamen 3:3
Dreimal führte der FV Biebrich 02 im Derby der Abstiegsbedrohten gegen den SV Frauenstein, um am Ende mit einem 3:3, quasi einer gefühlten Niederlage vom Platz zu gehen. Insgesamt ein
Spiel, in dem Engagement und Unterhaltungswert stimmten. Die Abwehrpannen auf beiden Seiten lassen aber Sorgen um den Ligaverbleib bis zum letzten Spieltag aufkommen. Nicht nur bei Schlusslicht
Frauenstein, auch bei den acht Zähler besser bestückten Biebrichern.
Orf: "Wir leben noch"
Deren Trainer Engin Özdemir, als früherer türkischer Nationalspieler und Profi der höchsten Liga andere fußballerische Maßstäbe gewohnt, kam nach dem Abpfiff
aus dem Kopfschütteln nicht heraus: "Schon schlimm, dass wir nach jeder Führung ganz billige Gegentore kassieren. Wir haben noch viele Baustellen. Zufrieden sein kann man eigentlich nur mit
dem Punkt." Wobei es am Chancen-Plus der Endphase gemessen eher nach einem Dreier der 02er roch. Doch das war Gäste-Coach Werner Orf völlig schnuppe. Er wertete die Punkteteilung nach dem
2:4-Blackout gegen Kelsterbach als kleine Auferstehung: "Wir leben noch! Die Mannschaft hatte auf dem ungewohnten Naturrasen keinerlei konditionelle Probleme, war stets präsent. Und wenn die
vielen leichten Ballverluste nicht gewesen wären, hätte es auch ein Sieg werden können." Anfangs sah es so aus, als würden die Frauensteiner leer ausgehen. Per Kopfball traf Ingo
Tepper den Torrahmen. Durim Rashica legte den Abpraller für Torjäger Volkan Zer auf und es hieß 1:0 (7.). In der Folge löste jede Standardsituation in den beiden Strafräumen
Großalarm aus. Weit und breit keiner, der das Prädikat Abwehr-Organisator verdient hätte.
Pech freilich für Biebrich, dass der blitzschnell angesetzte Drehschuss von Michael Ross zum 1:1 durch Libero Marc Wilhelm abgefälscht wurde. Vorausgegangen war ein Freistoß von
Ingo Vermeer. Nach der Pause klingelte es im Minutentakt: Freistoß Christian Gebhardt, Hereingabe Rashica und Kopfball Zer zum 2:1. Freistoß Dennis Ulmrich, Ivan Rebic verpasste und
Dennis Kunz nutzte Freiheiten zum 2:2. Abwechslung brachte Rashicas Solo an vier Frauensteinern vorbei mit krönendem Abschluss zum 3:2 (54.).
Löbelt verpasst Heldenstatus
Frauenstein antwortete auf den neuerlichen Rückstand: Ross vergab knapp (60.), aber der eingetauschte Rafik Baladi war im Anschluss an die von Vermeer hereingegebene Ecke mit dem 3:3 zur
Stelle. Kapitän Daniel Löbelt hätte zu Biebrichs Held werden können, zielte aber aus bester Position drüber (76.). Teamgefährte Zer war bedient: "Gegen wen wollen wir
überhaupt gewinnen, wenn wir so ein Spiel nicht nach Hause fahren?"
Bei Christian Lang, dem zuletzt suspendierten Ex-Kapitän der 02er, riecht es derweil im Winter nach Abschied. Gruppenligist Kastel 06 könnte die neue Adresse sein.
Biebrich: Ademovic - A. Demir, Wilhelm, Tepper - C. Gebhardt, Löbelt - Klenner (75. S. Akrri), Flindt (65. B. Odisho), C. Lang, Rashica - V. Zer.
SV Frauenstein: Strzelecki - Mernberger, Ulmrich, Ferreira, Dahlen (56. Baladi) - A. Yildirim (70. Horst), Klees, Vermeer, Kunz - Rebic (90. P. Veith), Ross.
Tore: 1:0 V. Zer (7.), 1:1 Ross (36.), 2:1 V. Zer (48.), 2:2 Kunz (50.), 3:2 Rashica (54.), 3:3 Baladi (63.)
SR: Berg (Bischofsheim)
Zu.: 150
Quelle: WK, 30. 11. 2009
Spielberichte vom einundzwanzigsten Spieltag
SpVgg Hadamar - FV Biebrich 02 2:2 (0:2) - 06. 12. 2009
Standards sind Gift
BIEBRICH 02 In Hadamar gelingt nach 2:0 nur 2:2
HADAMAR (nn). Mit einer sehr starken ersten und einer auf Defensivarbeit beschränkten zweiten Halbzeit verabschiedete sich Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 in die Winterpause.
Ergab in der Summe bei Neuling Spvgg. Hadamar ein 2:2.
Durim Rashica (3.) und Volkan Zer (6./Kopfball zum 17. Saisontor) stellten anfangs die Weichen auf Sieg. Zer ließ danach zwei Topchancen aus. Ein 0:3 hätte wohl die Vorentscheidung
bedeutet. Stattdessen schnürte Hadamar die Gäste nach der Pause auf tiefem Boden ein, ohne aus dem Spiel heraus zu treffen. Doch bei Standards sind die Biebricher anfällig. Wie beim
Derby-3:3 gegen Frauenstein kamen Gegentore nach ruhenden Bällen zustande. Trainer Engin Özdemir tröstete sich mit den guten ersten 45 Minuten und der Tatsache, dass es
einsatzmäßig nichts auszusetzen gab.
Im Winter ist von personellen Veränderungen auszugehen. Özdemir, der 2010 auch spielt, hat daneben ein Trainingslager in der Türkei angeregt.
FV Biebrich 02: Ademovic - C. Gebhardt, Rashica, Tepper - Wilhelm, Colak (70. Ettingshausen), Löbelt, T. Maurer (72. Hachenberger) - C. Lang, V. Zer (81. D. Aydin) *
Tore: 0:1 Rashica (3.), 0:2 V. Zer (6.), 1:2 Öztürk (72.), 2:2 Trosch (88.)
SR: Klein (Offenbach)
Zu.: 120
* es fehlt Flindt
Quelle: WK, 07. 12. 2009
Im letzten Spiel vor der Winterpause in der Verbandsliga Hessen-Mitte konnte der Aufsteiger den Heimvorteil nicht nutzen und sicherte erst in den Schlussminuten wenigstens noch ein Remis, nachdem der FV
Biebrich 02 zur Pause klar in Front lag.
Als Knackpunkt muss man die zehnte Spielminute ansehen, in der der Biebricher Volkan Zer die große Chance zum 0:3 vergab. Daniel Erbse parierte glänzend, und verhinderte damit den
frühen K.O für seine Mannschaft. Dies sah auch FV-Trainer Özdemir später als mit entscheidende Szene dafür, dass es am Ende für seine Mannschaft nur zu einem Punkt gelangt
hat. Zuvor bereits hatte der quirlige Wiesbadener Torjäger das 0:1 vorbereitet und das 0:2 selbst erzielt, als die völlig indisponierten Gastgeber kalt erwischt wurden und erneut gegen
einen vermeintlich schwächeren Gegner bereits nach sieben Minuten deutlich zurücklagen.
Der vergebliche Abwehrversuch von Hadamars Torwart Daniel Erbse vor dem 0:1 war dann auch der Auslöser dafür, dass Hadamars Nummer Eins bereits nach 13 Minuten das Feld mit einer
Schulterprellung verlassen, und fortan Torwarttrainer Bernd Steinebach das Tor hütete. Der „Oldie“ aus Oberzeuzheim machte seine Sache aber hervorragend, griff bereits Sekunden nach
seiner Einwechselung beherzt zu und zeigte bei den wenigen Prüfungen, dass er sein Handwerk noch immer beherrscht.
Jan Goller scheiterte nach einem schnell vorgetragenen Hadamarer Angriff an Torwart Ademovic und auch Julien Horners Schrägschuss aus 14 Metern wurde eine Beute des Gästekeepers. Dies
war es aber auch schon an nennenswerten Torszenen aus heimischer Sicht im ersten Spielabschnitt, in dem die Gäste sich nach ihrer frühen Führung kaum mehr in der Offensive zeigten und
schon da begannen ihren Vorsprung beharrlich zu verteidigen.
Nachdem Heiko Weidenfeller, der zu Gunsten einer offensiveren Aufstellung zunächst von Beginn an nicht dabei war, für den auf der linken Abwehrseite indisponierten Martin Klink gekommen
war (38), kam etwas mehr Struktur ins Hadamarer Spiel. Die zweite Hälfte sollte dann ein einziges Anrennen der Heimmannschaft werden. Doch in der Drangperiode vermisste man die notwendiger
Präzision im Passspiel nach vorne. Im Mittelfeld gewonnene Bälle kamen, weil sie ungenau abgespielt wurden, immer wieder postwendend zurück. Für die beiden Biebricher
Abwehrstützen Gebhardt und Wilhelm war es einfach, die Bälle zu klären und so gab es auch außer einem Lattentreffer von Kilic Görgülü kaum richtige Torchancen
für die zu ungestüm anrennende Hadamarer Mannschaft.
Dass es doch noch zum insgesamt verdienten Remis reichte war schließlich Sebastian Trosch zu verdanken, der in den entscheidenden Szenen seine alte Torgefährlichkeit in die Waagschale
warf. Zunächst traf er per Kopfball die Querlatte und Serkan Öztürk staubte ab (72). Drei Minuten vor dem Ende war Trosch erneut zu Stelle und wuchtete das Leder nach einer Ecke per
Kopfball zum 2:2 in die Maschen.
Hadamar: Erbse(14. Steinebach), Horner, Mehr, Harmouch, Klink (38.Weidenfeller), Görgülü, Alves, Öztürk, Gros, Goller, Trosch
FV Biebrich: Ademovic, Gebhardt, Wilhelm, Tepper, Maurer (68. Ettingshausen), Löbelt, Colak, Flindt, Lang, Rashica, Zer (80. Demir)
Schiedsrichter: Klein (Kickers Obertshausen)
Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Rashica (3.) 0:2 Zer (7.) 1:2 Öztürk (71.) 2:2 Trosch (87.)
Gelbe Karten: Görgülü (Hadamar), Flindt (Biebrich)
Quelle: Homepage der SpVgg Hadamar
Spielberichte vom zweiundzwanzigsten Spieltag
FV Biebrich 02 - VfB Unterliederbach 2:1 (1:1) - 28. 02. 2010
Özdemirs Raffinesse
BIEBRICH 02 Freistoßtor beim 2:1 über Rangzweiten
(nn). Cleverness kommt nie abhanden. Auch bei Engin Özdemir nicht. 41 ist der frühere türkische Profi. Ein Alter, in dem die meisten Fußballer die Schuhe in den Schrank
gestellt haben. Özdemir hat dagegen noch Spaß auf dem Spielfeld. In seinem ersten Punktspiel für den Verbandsligisten FV Biebrich 02 durfte er sogar jubeln. Sein Freistoßtor
gegen den Tabellenzweiten VfB Unterliederbach ebnete den Weg zum nicht erwarteten 2:1 (1:1)-Erfolg der 02er.
31. Minute: Nach 0:1-Rückstand legt sich der vom Trainer zum Spielertrainer gewordene Techniker den Ball in halbrechter Position zum Freistoß zurecht. Noch ehe Daniel "Düsi"
Knapschinski, der Ex-02er im VfB-Kasten, die Lage realisiert, ist er durch den Flachschuss ins kurze Eck überlistet - allein Özdemirs generelle Stärke bei Standards könnte
Biebrich weiterhelfen.
Beeindruckend, wie die Mannschaft in ihrer Gesamtheit so stabil wirkte, als hätte es Abstiegssorgen und Abwehrpannen nie gegeben. Vor dem sicheren Keeper Denis Ademovic ließen Libero
Dimi Litke und das Manndecker-Duo Edip Hadzic/Daniel Löbelt nach der Pause nichts mehr anbrennen. Das war die Grundlage für das 2:1 durch Moulay Mansouri. Özdemir strahlte: "Mit dieser
Einstellung können wir gegen jedes Team der Klasse bestehen."
Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, Litke, Löbelt - Klenner, Hachenberger, Özdemir, Rashica - K. Heiser - V. Zer, Mansouri (85. T. Maurer).
Tore: 0:1 El Allali (23.), 1:1 Özdemir (31.), 2:1 Mansouri (55.)
SR: Vonderschmidt (Dietesheim)
Zu.: 120
Quelle: WK, 01. 03. 201
Özdemirs Freistoß schockt Unterliederbach
Wiesbaden. Der VfB Unterliederbach musste im Titelrennen der Fußball-Verbandsliga Mitte einen herben Rückschlag hinnehmen. Beim FV Biebrich setzte es eine bittere 1:2
(1:1)-Niederlage.
Zunächst knüpften die Unterliederbacher nahtlos an die guten Leistungen gegen Ende des vergangenen Jahres an. Maurice Burkhardt vergab die ersten beiden Möglichkeiten (9./11.). Dann
folgte schon das verdiente 1:0 durch Soufian El Allai nach dem Zuspiel von Zissis Petkanas. Der VfB hatte die Partie bestens im Griff und ließ Biebrich nicht ins Spiel kommen – bis zur
31. Minute. Da bekamen die Gastgeber einen Freistoß zugesprochen, den Spielertrainer Özdemir an der schlecht postierten Mauer vorbei zum 1:1 verwandelte. «Danach ging gar nichts
mehr», berichtete der Unterliederbacher Pressesprecher Tom Balser.
Nach einer Ecke traf Mansouri für Biebrich in der 55. Minute zum 2:1 und damit auch schon zur Entscheidung. Erst in den letzten 20 Minuten übernahm der Gast aus Frankfurt wieder die
Kontrolle. Torchancen blieben gegen die gut organisierten Biebricher aber Mangelware. In der 79. Minute rutschte Rückkehrer Manuel Döpfer noch einmal knapp an einem Freistoß von Omer
Muminovic vorbei. «Wir waren nicht zwingend genug. Der letzte Siegeswille hat gefehlt,» monierte Balser. cn cn
Quelle: FNP, 01. 03. 201
Spielberichte vom dreiundzwanzigsten Spieltag
Eintracht Wetzlar - FV Biebrich 02 0:0 - 13. 04. 2010
"Super geschlossen"
BIEBRICH 02 0:0 bei Spitzenreiter Eintracht Wetzlar
(nn). Bei Spitzenreiter Eintracht Wetzlar zeigte sich Fußball-Verbandsligist Biebrich 02 von seiner Schokoladenseite, erkämpfte sich ein achtbares 0:0. "Eine super geschlossene
Leistung, die Respekt verdient", lobte Spielausschuss-Chef Thomas Utikal.
Tolle erste halbe Stunde der 02er: Daniel Löbelt (1.) und Volkan Zer (5.) sorgten für Gefahr, Edip Hadzic setzte gar einen Kopfball an den Querbalken. Dann schaltete Wetzlar einen Gang
hoch: Keeper Bulut Rüzgar, der den verletzten Denis Ademovic vertrat, klärte gegen Ex-Profi Matthias Hagner, zudem rettete Löbelt auf der Torlinie. Nachdem sich Kwasi Heiser eine
Ampelkarte erbettelt hatte (65.), schnupperte Moulay Mansouri im Finish am 0:1, zementierte ein Rüzgar-Reflex das Remis.
FV Biebrich 02: Rüzgar - Rivera, Hadzic, Löbelt, Rashica - Heiser, Litke (90. Klenner), Özdemir, Flindt - V. Zer (74. Colak), Mansouri
SR: Eberhardt (Edermünde-Besse)
Zu.: 80
Gelb-Rot: Heiser (65.)
Quelle: WK, 14. 04. 201
Zicks Elf verschenkt zwei Punkte
Verbandsliga Mitte: Wetzlar - Biebrich 0:0
Neun Großchancen, aber keine Tore: Gegen den FV Biebrich hat Fußball-Verbandsligist Eintracht Wetzlar gestern Abend beim 0:0 zwei wichtige Zähler im Kampf um den Titel verschenkt,
wird aber die Tabellenführung vorerst nicht verlieren. Trainer Claus-Peter Zick war dennoch alles andere als zufrieden.
"Wer so fahrlässig mit seinen Chancen umgeht, darf sich nicht wundern, wenn man zu Hause nur 0:0 gegen Biebrich spielt", schüttelte Zick nach Abpfiff den Kopf.
Nachdem Biebrich durch einen Kopfball von Daniel Löbelt nach einem Freistoß schon nach drei Minuten den ersten Versuch abgegeben hatte, ließ die Reaktion der Wetzlarer nicht lange
auf sich warten. Matthias Hagner hatte sich freigelaufen und rannte allein mit dem Ball auf den Kasten der Gäste zu, konnte diese hundertprozentige Chance aber nicht verwerten (7.).
Gäste-Keeper Bulut Rüzgar verhindert mehrmals den Rückstand
Der Ex-Profi schoss Keeper Bulut Rüzgar an, der für den verletzten Stammtorwart zwischen die Pfosten gerückt war und seine Mannschaft mehrfach vor dem Rückstand bewahrte. So
auch in der hektischen Schlussphase der Partie, in der Rüzgar die Kugel mehrfach um den Pfosten oder über die Latte lenkte und die Wetzlarer schier zur Verzweiflung trieb. Wenn nicht
Rüzgar rettete, war es das Unvermögen der heimischen Offensive, die es nicht schaffte, einfachste Möglichkeiten in Tore umzumünzen. Martin Wilk (17., 55.), Andreas Schäfer
(22., 40., 77.), Hagner (40., 74.) und auch Patrick Barnes (82.) erarbeiten sich zwar insgesamt acht gute Versuche, machten aber zu wenig daraus, zumal die Eintracht den FV zeitweise regelrecht in
dessen Hälfte einschnürte.
Auf der Gegenseite tat sich hingegen fast nichts. Nur bei Standards deuteten die Gäste etwas Torgefahr an. Der kopfballstarke Löbelt ließ auch seine zweite Chance aus. Zwar stieg
er nach einem Eckstoß von Spielertrainer Engin Özdemir am höchsten, das Leder knallte jedoch an die Latte (15.). Einen Kopfball von Moulay Mansouri fischte Eintracht-Keeper Jan
Ziesenitz aus der Luft (50.). Auch eine gelb-rote Karte für Kwasi Heiser (63.) half den Gastgebern nicht - das Tor wollte nicht fallen.
Wetzlar: Ziesenitz - Proske, Hull, Leonhardt, Mülln - Hocker, Sakarya - Andreas Schäfer, Hagner, Wilk (84. Student) - Barnes
Biebrich: Rüzgar - Rashica, Löbelt, Hadzic, Rivera - Flindt, Özdemir, Litke (88. Klenner), Heiser - Zer (72. Colak), Mansouri
Schiedsrichter: Eberhardt (Besse)
Zuschauer: 200
Gelbe Karten: Sakarya, Wilk (Wetzlar), Heiser (Biebrich)
Gelb-Rote Karte: Heiser (63., Biebrich) wegen wiederholten Foulspiels
Quelle: mittelhessen.de, 14. 04. 201
Spielberichte vom vierundzwanzigsten Spieltag
FV Biebrich 02 - FV Breidenbach 09 4:2 (1:0) - 14. 03. 2010
Schwach gespielt und doch gewonnen
BIEBRICH 02 4:2 über Aufsteiger Breidenbach
(nn). Der 4:2-Erfolg über Aufsteiger FV Breidenbach geriet aus Sicht von Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 nicht gerade zum Hochglanzprodukt. Spielertrainer Engin Özdemir war
es schnuppe. Er sah nur den reinen Nutzwert des Resultats: "Wir haben ein Sechs-Punkte-Spiel gewonnen und dürfen nun davon ausgehen, in der Klasse zu bleiben."
Gegen Neuling Breidenbach wirkten die 02er zu Beginn ziemlich fahrig. Wie unter dem Einfluss aufkommender Frühjahrsmüdigkeit. Der Gast trumpfte dagegen frei von der Leber weg auf,
stieß lediglich bei Denis Ademovic auf Gegenwehr. Artistisch vereitelte der 02-Schlussmann eine erste Gäste-Chance, entschärfte auch die zweite. Geradezu paradox mutete es an, dass
dem Heimteam ein einziger Geniestreich zur Führung genügte. Stürmer-Zugang Moulay Mansouri kreierte diesen lichten Momente in Form eines Hebers, der über den zu weit vor dem Tor
postierten Torhüter ins Netz flog.
Wenn bei Biebrich wenig geht, helfen neuerdings mit einiger Sicherheit Özdemirs Standards. Einen Eckstoß zirkelte der Coach auf die Stirn von Abwehrspieler Daniel Löbelt, der zum
2:0 verwandelte. Mansouris Konter brachte das 3:0. Danach regierte Sorglosigkeit. Breidenbach nutzte sie, um auf 3:2 zu verkürzen. Doch der eingetauschte Volkan Zer (konnte aufgrund einer
Seminarteilnahme kaum trainieren) legte postwendend für Marcel Klenner auf, der den Schlussstrich unter ein wechselhaftes, zumindest nicht langweiliges Spiel zog. "Wir haben ganz schlechten
Fußball gespielt. Aber so seltsame Tage gibt es nun mal", hakte der Trainer die Aufgabe als erledigt ab.
FV Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, Litke, Löbelt - Klenner, Özdemir, T. Maurer (75. V. Zer), Hachenberger, Rashica - Mansouri (80. A. Demir), M. Yildirim (62. Rivera).
Tore: 1:0 Mansouri (38.), 2:0 Löbelt (72.), 3:0 Mansouri (74.), 3:1 O. Özdemir (82.), 3:2 Vidakovics (90.+3), 4:2 Klenner (90.+3)
SR: D. Öztürk (Rüsselsheim)
Zu.: 110
Gelb-Rot: Baum (64./Breidenbach)
Quelle: WK, 15. 03. 201
Neuling verpasst Revanche und den Anschluss
Misslungener Restrundenstart für den FV 09 Breidenbach: Die Hinterländer unterlagen im Abstiegskampf in Biebrich mit 2:4.
Biebrich. Die Revanche für die überflüssige Hinspielniederlage ist nicht gelungen, und der Kontakt zum Mittelfeld wurde nicht hergestellt. So lautet das Fazit des FV 09 Breidenbach
nach der 2:4-Niederlage des Aufsteigers in der Landeshauptstadt. „Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg für den FV 02 Biebrich. Überragender Akteur in den Reihen der
Landeshauptstädter war der neue Spielertrainer Engin Özdemir, der die Bälle klug verteilte“, bilanzierte FV-Geschäftsführer Frank Schmidt.
Der erste Spielabschnitt verlief zunächst ausgeglichen. Bereits in der zehnten Minute hatte Felix Baum eine gute Möglichkeit auf dem Fuß, doch sein Schuss aus 16 Metern wurde von
der Linie gekratzt. Ein Kopfball von Kevin Vidakovics verfehlte in der 16. Minute ebenfalls sein Ziel. Bei den Gastgebern schwang sich der neue Spielertrainer Engin Özdemir im Mittelfeld zum
großen Spielgestalter auf. Neun Minuten vor dem Pausenpfiff nutzten die Gastgeber einen Fehler im Mittelfeld der Breidenbacher und Moulay Mansouri überwand mit einem Lupfer Breidenbachs
Schlussmann Martin Lokoc ins lange Eck. Lokoc, der sich im weiteren Spielverlauf mehrmals auszeichnete, war in dieser Situation chancenlos.
Nach einer Stunde bewies der Breidenbacher Neuzugang Osman Özdemir seine Qualitäten als Freistoßschütze. Er hatte aber Pech, als sein Schuss um wenige Zentimeter sein Ziel
verfehlte. Einer der Knackpunkte in der Partie war die gelb-rote Karte für den Breidenbacher Felix Baum nach wiederholtem Foulspiel in der 65. Minute.
In dieser Phase waren die Gäste am Drücker, doch dem Angriff fehlte die Durchschlagskraft. Sieben Minuten später gerieten die Hinterländer auf die Verliererstraße: Nach
einer Ecke fehlte in der FVB-Abwehr die Zuordnung. Daniel Loebelt kam völlig freistehend zum Kopfball und versenkte die Lederkugel. Nur zwei Minuten später schien die Niederlage des
Aufsteigers endgültig besiegelt, als Moulay Mansouri in die Gasse geschickt wurde und aus kurzer Distanz vollendete.
Die Gäste antworten mit dem „Tor des Tages“ von Osman Özdemir, der den Ball aus 20 Metern in den rechten Winkel versenkte. Weitere Hoffnung keimte auf, als in der
Nachspielzeit Kevin Vidakovics nach einem Pass von Rene Beck vollendete. Doch schon im Gegenzug sorgte Marcel Klenner schließlich für die Entscheidung.
Quelle: OP - Herbert Lenz, 15. 03. 2010
Winkler vermisst den Zug zum Tor
Fußball-Verbandsliga Mitte: FV Biebrich 02 – FV Breidenbach 4:2 (1:0)
Aufsteiger FV Breidenbach bleibt weiter tief im Tabellenkeller der Fußball-Verbandsliga Mitte. Die Hinterländer unterlagen gestern beim ebenfalls abstiegsbedrohten FV Biebrich 02 mit
2:4 (0:1) und verbuchten aus den letzten elf Punktspielen nur einen Sieg.
Gegen die keineswegs überzeugenden Hausherren wäre auf dem Kunstrasenplatz im Dyckerhoff-Sportpark mehr für Breidenbach drin gewesen, hätten sich die Gäste couragierter
gezeigt. „Von wenigen Phasen abgesehen war das eine Partie zweier gleichstarker Mannschaften“, urteilte Biebrichs neuer Spielertrainer Engin Özdemir und war damit der gleichen
Ansicht wie Breidenbachs Chefcoach Frank Winkler. Die individuellen Fehler gaben schließlich den Ausschlag zu Ungunsten der Gäste. Diese hätten in der von beiden Seiten schwach
geführten ersten Hälfte in Führung gehen müssen. Felix Baum kam frei vor Biebrichs Torhüter Denis Ademovic ans Leder, doch letzterer brachte noch eine Hand an den Ball und
kratzte das in Richtung eigenes Gehäuse kullernde Leder gerade noch von der Torlinie (11.). Auf der Gegenseite stand Johann Seibel bei einem langen Ball der Hausherren schlecht. Moulay Mansouri
erzielte das 1:0 für Biebrich (37.).
Der FV Breidenbach agierte vor der Pause zu mutlos nach vorne und stand sich bei einigen Überzahlsituationen infolge von zu ungenau angesetzten Pässen in die Tiefe selbst im Weg. Von
einigen Distanzschüssen der Biebricher abgesehen tat sich nach dem Wechsel zunächst nur wenig.
Felix Baum sorgte dann nach exakt 64 Minuten dafür, dass die Aufgabe für seine Hinterländer Mannschaftskollegen noch schwerer werden sollte. Baum hatte sich auf Höhe der
Mittellinie ohne jede Torgefahr noch vor der Pause die gelbe Karte eingehandelt und musste schließlich wegen des gleichen Vergehens und damit regelrechten „Bettelns“ um die
Hinausstellung per „Ampelkarte“ vom Feld.
In Unterzahl fehlt Ordnung
In Unterzahl fehlte den Breidenbachern plötzlich die Ordnung. „20 Minuten passte es nicht und wir verlieren das Ding“, ärgerte sich Frank Winkler. Zu Baums Blackout kam unter
anderem das zu zögerliche Einschreiten von Kevin Vidakovics beim Biebricher 2:0, das Innenverteidiger Daniel Löbelt per Kopf nach einer Ecke markierte (71.). Nur 120 Sekunden später
schüttelte Moulay Mansouri zwei Gästeakteure ab und traf aus spitzem Winkel zum 3:0. Die Partie war gelaufen, woran auch die Breidenbacher Ergebniskosmetik durch ein Traumtor von Neuzugang
Osman Özdemir (83.) und Kevin Vidakovics’ Schlenzer (90.+2) nichts mehr änderte.
„Es fehlt bei uns der Zug zum Tor“, grantelte Frank Winkler. Den allerdings besaß auch der zweite Biebricher Innenverteidiger in Person von Marcel Klenner, der in der dritten
Minute der Nachspielzeit den 4:2-Endstand besorgte.
Die Breidenbacher zeigten sich bemüht, aber in puncto Qualität nicht stark genug, um zu punkten.
Biebrich: Ademovic – Klenner, Löbelt, Litke, Rashica – Hadzic, Engin Özdemir, Hachenberger, Maurer (74. Zer) – Yildirim (61. Rivera), Mansouri (80. Demir).
Breidenbach: Lokoc – Bergen (68. Becker), Katic, Brandl, Seibel (87. Hüber) – Kaya – Kevin Vidakovics, Damm, Baum – Osman Özdemir – Simmons (78. Beck).
Schiedsrichter: Öztürk (Rüsselsheim)
Zuschauer: 108
Tore: 1:0 Mansouri (38.), 2:0 Löbelt (71.), 3:0 Mansouri (73.), 3:1 Osman Özdemir (83.), 3:2 Kevin Vidakovics (90.+2), 4:2 Klenner (90.+3)
Gelbe Karten: Rivera, Engin Özdemir, Hachenberger, Maurer (Biebrich), Baum, Osman Özdemir (Breidenbach)
Gelb-rote Karte: Baum (64., Breidenbach) wegen wiederholten Foulspiels.
Quelle: HA - Rainer Maaß, 15. 03. 2010
Spielberichte vom fünfundzwanzigsten Spieltag
FC Schloßborn - FV Biebrich 02 1:1 (0:1) - 21. 03. 2010
Um Ausgleich gebettelt
BIEBRICH 02 Beim 1:1 in Schloßborn Sieg verschenkt
SCHLOSSBORN (nn). Einen greifbaren Dreier verpasst. Das ist das Fazit des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 aus dem 1:1 beim abstiegsbedrohten FC Schloßborn.
Vergebene Chancen und zwei elfmeterreife Szenen kennzeichneten aus Sicht der überlegenen Biebricher den ersten Durchgang. Moulay Mansouri ließ zweimal seine Gefährlichkeit
aufblitzen, sein Sturmpartner Volkan Zer wurde dagegen im Strafraum massiv bedrängt, ohne dass ein Pfiff ertönte. Auch der stark aufspielende Mittelfeld-Youngster Tim Maurer drang in den
Sechzehner ein, geriet ins Kontaktfeld eines Schloßborners. Erneut blieb ein Strafstoß-Signal allerdings aus.
Kurz vor der Pause leitete ein Freistoß von Spielertrainer Engin Özdemir die Führung ein. Torjäger Volkan Zer stieg hoch zum Kopfball, doch letztlich nahm der Ball vom
Scheitel des Schloßborners Edgar Mantel den Weg ins Netz. Marcel Klenner und Zer (Lattentreffer nach Vorlage von Durim Rashica) waren einem zweiten Gäste-Treffer nahe, ehe der Ausgleich
Emotionen auslöste. "Es roch ganz stark nach Abseits", wähnte auch 02-Sprecher Horst Schuhmacher eine regelwidrige Konstellation. Doch es half nichts: Der Treffer galt, und Biebrich durfte
sich auch an die eigene Nase fassen. "Irgendwie sind wir hinten nicht mehr so konzentriert gewesen und haben schon ein wenig um den Ausgleich gebettelt", so Schuhmacher. Ein Indiz, dass die
Entwicklung hin zu einer wirklich gefestigten Mannschaft noch Zeit in Anspruch nehmen wird. Keine Rolle mehr bei der Zukunftsplanung spielt bei Biebrich 02 Ex-Stammspieler Christian Gebhardt, der von
der Bildfläche verschwunden ist.
Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, Litke, Löbelt - Klenner, T. Maurer, Özdemir, Rashica (83. Heiser) - Hachenberger (74. Rivera) - V. Zer, Mansouri
Tore: 0:1 Eigentor Mantel (42.), 1:1 Oezer (75.)
SR: Daub (Offenbach)
Zu.: 60
Quelle: WK, 22. 03. 201
Spielberichte vom sechsundzwanzigsten Spieltag
FV Biebrich 02 - TSG Wieseck 2:2 (1:0) - 28. 03. 2010
Nicht fähig, eine Führung zu verteidigen
BIEBRICH 02 Nach 2:0 nur 2:2 gegen Wieseck
(nn). Engin Özdemir, 41-jähriger Coach des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02, leistet auf dem Platz immer noch Vorbildliches. Auch gegen die TSG Wieseck war er stets
bemüht, den Spielfluss in geordnete Bahnen zu lenken. Verhindern konnte der frühere türkische Profi aber nicht, dass eine 2:0-Führung verloren ging, die Gäste noch zum
2:2-Endstand kamen und um ein Haar sogar drei Zähler mitgenommen hätten.
Wie schon beim 1:1 in Schloßborn verlieh ein Vorsprung nicht die Sicherheit, um das Spiel nach Hause zu fahren. "Ärgerlich, weil wir mit einem Dreier ganz aus der hinteren Zone
verschwunden wären. Jetzt bleibt die Spannung erhalten und das ist vielleicht auch gut so", meinte Özdemir. Nach Foul an Moulay Mansouri zeigte Volkan Zer vom Elfmeterpunkt gleich zweimal
Nervenstärke. Er verwandelte auch in der Wiederholung, die nötig wurde, nachdem beim ersten Versuch Spieler zu früh in den Sechzehner gerannt waren. Klasse anzusehen war das 2:0. Kwasi
Heiser tankte sich auf der rechten Seite durch. Seine Flanke legte Mansouri mit dem Scheitel zurück auf Zer, der per Flugkopfball vollendete (48.).
In der Folge machte sich das Fehlen von Daniel Löbelt und Tim Maurer ebenso bemerkbar, wie der Aspekt, dass einige der aufgebotenen Akteure nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren.
Wieseck nutzte das Biebricher Nachlassen konsequent aus. Torhüter Denis Ademovic war es letztlich zu verdanken, dass ein Zähler haften blieb. In der 88. Minute meisterte er den Kopfball von
Julian Simon im Stil eines Klassekeepers. Vorher hatten die 02er durch Zer und Durim Rashica zwei Hundertprozentige ausgelassen.
Doch als Özdemir Chancen und Spielverlauf auf die Waagschale legte, gelangte er zu der Erkenntnis: "Wir dürfen wirklich froh sein, einen Punkt behalten zu haben."
FV Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, Litke, Rashica - Klenner (46. T. Colak), Özdemir, Hachenberger, Heiser, Flindt - V. Zer (86. M. Yildirim), Mansouri
Tore: 1:0 V. Zer (43./Foulelfmeter), 2:0 V. Zer (48.), 2:1 Solak (49.), 2:2 Klan (62.)
SR: Putz (Langen)
Zu.: 90
Quelle: WT, 29. 03. 201
TSG beweist erneut Moral
(ms/-) Die TSG Wieseck bleibt im Punktspieljahr 2010 weiter ungeschlagen. Am Sonntag kam die Mannschaft von Trainer Ottmar Wagner zu einem 2:2 (0:1)-Unentschieden beim FV Biebrich 02. Mit diesem
Ergebnis hatten sich die Kontrahenten bereits in der Vorrunde getrennt. Und wieder führte der FV mit 2:0, erneut konnte die TSG aber nach Treffern von Erdinc Solak und Andreas Klan
ausgleichen.
Weitgehend ausgeglichen war die Begegnung in den ersten 45 Minuten in der Landeshauptstadt. Die klareren Torchancen besaßen aber die Gießener Vorstädter. So kam nach sieben
Minuten Maykel Samun zu einem Kopfball, der knapp über das FV-Tor strich. Drei Minuten später hatte dann Andreas Klan Pech, der eine Hereingabe neben das Gehäuse der Biebricher setzte.
In der Folgezeit neutralisierten sich die Kontrahenten, ehe in der 37. Minute Erdinc Solak Pech hatte. Sein Schuss aus rund 25 Metern landete am Pfosten, Biebrichs Schlussmann Ademovic wäre
geschlagen gewesen. Ein zweifelhafter Foulelfmeter aus Sicht der TSG Wieseck führte dann zwei Minuten vor der Pause zur überraschenden Biebricher Führung. Dennis Schlecht soll einen
FV-Akteur gefoult haben. Volkan Zer ließ sich die Chance nicht entgehen und ließ TSG-Schlussmann Dominik Wagner keine Abwehrchance.
Die zweite Halbzeit begann schlecht für den Gast, denn nach 48 Minuten war wieder Zer zur Stelle. Doch die Antwort der TSG folgte prompt. Direkt nach dem Wiederanstoß schloss Erdinc
Solak ein sehenswertes Solo mit dem 1:2 ab. Der Gast verstärkte nun den Druck, und das sollte belohnt werden. Maykel Samun setzte in der 62. Minute Andreas Klan in Szene, und der bedankte sich
mit dem 2:2. Die TSG wollte nun mehr, während der FV auf Konter setzte. Aber wieder hatte Wieseck die besseren Chancen. Niklas Wagner (72.) fehlten bei einem Kopfball die berühmten
Zentimeter, neun Minuten vor dem Ende bot sich dann Andreas Klan die vielleicht beste Gelegenheit. Der kam frei zum Schuss, jedoch verfehlte er sein Ziel, so dass es schließlich beim 2:2 in
einer insgesamt munteren Begegnung blieb.
FV Biebrich 02: Ademovic; Klenner (ab 46. Colak), Hadzic, Litke, Rashica, Hachenberger, Flindt, Özdemir, Heiser, Mansouri, Zer (ab 86. Yildirim)
TSG Wieseck: Dominik Wagner; Marcel Kraft, Vural, Klimek, Schlecht, Sebastian Kraft, Buß (ab 74. Delzer), Simon, Klan, Solak, Samun (ab 70. Niklas Wagner)
Im Stenogramm:
Schiedsrichter: Florian Putz (Langen)
Zuschauer: 100
Torfolge: 1:0 (43.) Zer (Foulelfmeter), 2:0 (48.) Zer, 2:1 (49.) Solak, 2:2 (62.) Klan
Gelbe Karten: Litke - Buß
Quelle: Gießener Allgemeine Zeitung, 29. 03. 2010
Spielberichte vom siebenundzwanzigsten Spieltag
SG Oberliederbach - FV Biebrich 02 1:0 (0:0) - 11. 04. 2010
Gefahr in Verzug
BIEBRICH 02 Nach unnötigem 0:1 mit Kellerkontakt
OBERLIEDERBACH (nn). Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 ist ein Meister in Sachen überflüssige Niederlagen. Paradebeispiel war die Partie bei der SG Oberliederbach. 1:0
hieß es am Ende für die Gastgeber.
Dominiert hatten die 02er das Match im ersten Abschnitt, aber sie gingen unglaublich fahrlässig mit ihren Chancen um. Durim Rashica brachte es fertig, drei Meter vor dem gegnerischen Kasten
nur den Pfosten zu treffen (16.), nachdem vorher Keeper Denis Ademovic glänzend parierte hatte.
Die ansonsten wenig auffälligen Torjäger Volkan Zer (67./nach Vorarbeit von Kwasi Heiser) und Moulay Mansouri (78./Flanke Camillo Rivera) schnupperten mit ihren Kopfbällen an der
Führung, bis das Verhängnis unter den Augen von Ex-Bayern-Profi Norbert Nachtweih seinen Lauf nahm.
Marcel Klenner unterlief im Aufbau ein Fehler. Ademovic musste daraufhin raus aus seinem Sechzehner, rettete per Kopfball, um gegen den folgenden 20-Meter-Heber von Maximilian Walentowitz das
Nachsehen zu haben (82.). Die Biebricher bäumten sich nochmals auf, doch der Freistoß von Spielertrainer Engin Özdemir fand nicht den Weg ins Ziel (90.). "Ein Spiel, das wir nie und
nimmer verlieren durften", meinte 02-Sprecher Horst Schumacher. Eine Niederlage, die in Biebrich die Abstiegsglocken wieder läuten lässt. Morgen (19 Uhr) muss das Team zu Spitzenreiter
Wetzlar.
FV Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, Litke (73. D. Aydin), Löbelt - Klenner, Özdemir, Hachenberger (70. Rivera), Rashica (85. Colak) - Heiser - Mansouri, V. Zer
Tor: 1:0 Walentowitz (82.)
SR: Stübing (Büdingen)
Zu.: 100
Quelle: WK, 12. 04. 201
Spielberichte vom achtundzwanzigsten Spieltag
FV Biebrich 02 - FSV Braunfels 2:1 (1:0) - 18. 04. 2010
Abstiegssorgen sind kein Thema mehr
19. 04. 2010 - BIEBRICH
BIEBRICH 02 20. Zer-Tor beim 2:1 über Braunfels
(nn). Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 gewinnt an Stabilität und bessert stetig sein Punktekonto auf. Der verdiente 2:1 (1:0)-Erfolg über den harmlosen FSV Braunfels bringt in
Sachen Klassenerhalt quasi Gewissheit. Mit 36 Punkten sollte nichts mehr anbrennen. Gerade, weil die Mannschaft die Vorgaben ihres Trainers Engin Özdemir zunehmend besser umsetzt.
Die 02er legten einen Blitzstart hin: Dimi Litke fegte eine Braunfelser Hereingabe aus dem eigenen Fünfmeterraum, Stürmer Moulay Mansouri gewann das Laufduell und schob gekonnt ein (3.).
Mit energischem Zweikampfverhalten knüpften die 02er weiter an die starke Vorstellung beim 0:0 in Wetzlar an. Nach Linksflanke von Özdemir legte Mansouri für Volkan Zer auf, dessen
Schuss beim Torwart landete. Nach Strafstoß roch es bei der Attacke an Daniel Flindt, doch der Pfiff blieb aus. Der lange Anlauf des Volkan Zer zum 20. Saisontor prägte den zweiten
Durchgang. Zer traf zwar prompt, aber ein Abseitspfiff verhinderte die Anerkennung des Treffers. Danach scheiterte der Torjäger an Keeper Ulrich Zanger, ehe die Biebricher nach Foul an Mansouri
endlich mal mit einer Entscheidung des Unparteiischen einverstanden waren. Den fälligen Elfmeter verwandelte Volkan Zer. Dass Özdemir kurz darauf eine scharfe Hereingabe ins eigene Netz
verlängerte, brachte Biebrich nicht ins Wanken. Was an der ausgezeichneten Abwehrarbeit lag. Edip Hadzic war der Herr der Lüfte, gewann gefühlte 90 Prozent seiner Zweikämpfe.
FV Biebrich 02: Ademovic - Löbelt, Litke (58. Maurer), Hadzic, Rashica - Rivera, Özdemir, D. Flindt - Heiser - V. Zer, Mansouri (90. M. Yildirim)
Tore: 1:0 Mansouri (3.), 2:0 V. Zer (69./Foulelfmeter), 2:1 Eigentor Özdemir (72.)
SR: Eichhöfer (Buseck)
Zu.: 100
Gelb-Rot: M. Jung (85./Braunfels)
Quelle: WK, 19. 04. 201
Spielberichte vom neunundzwanzigsten Spieltag
FC Eddersheim - FV Biebrich 02 1:2 (1:2) - 25. 04. 2010
Tor-Garant Volkan Zer
BIEBRICH 02 In Unterzahl gelingt 2:1 in Eddersheim /Gelb-Rot gegen Mansouri
EDDERSHEIM (nn). Guter Torwart, gute Abwehr und ein Stürmer, der zuverlässig trifft. Mit diesen Eckpfeilern gelang Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 ein 2:1 (1:1) beim FC
Eddersheim. "Verdient, weil der Einsatz hervorragend war", meinte 02-Organisator Horst Schuhmacher.
Mit drei Paraden hielt 02-Schlussmann Denis Ademovic sein Team anfangs im Spiel. Machtlos war er aber, als Dimi Ltike eine Rechtsflanke von Thomas Lindner ins eigene Netz bugsierte. Biebrichs
Torjäger Volkan Zer bewegte sich derweil oft hart im Grenzbereich einer Abseitsstellung. In der 36. Minute stimmte aber sein Timing. Allein zog er aufs FCE-Tor und schloss zu seinem 21.
Saisontreffer ab. Auf den Geschmack gekommen, legte Zer nach Pass von Daniel Flindt gleich noch einen Treffer drauf. Der zweite Durchgang stand im Zeichen der Defensive. Spielertrainer Engin
Özdemir musste für den geschlagenen Ademovic auf der Torlinie klären (70.), ansonsten fand Eddersheim kaum ein Schlupfloch in Biebrichs Abwehrnetz. Nach der umstrittenen Ampelkarte
gegen Moulay Mansouri siegten die 02er trotz Unterzahl.
FV Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, Litke, Löbelt - Rivera (40. Klenner), Özdemir, Maurer (83. Hachenberger), Rashica, D. Flindt - Mansouri, V. Zer (83. Colak)
Tore: 1:0 Eigentor Litke (27.), 1:1, 1:2 V. Zer (36./42.)
SR: Höpp (Dauernheim)
Zu.: 120
Gelb-Rot: Mansouri (71./Biebrich)
Quelle: WK, 26. 04. 201
Spielberichte vom dreißigsten Spieltag
FV Biebrich 02 - Viktoria Kelsterbach 1:2 (0:1) - 02. 05. 2010
Konstanz verpufft
BIEBRICH 02 1:2-Pleite gegen Kelsterbach / Ademovic zu Kastel 06
(nn). Ende einer kurzen Periode der Konstanz: 1:2 verlor Fußball-Verbandsligist Biebrich 02 nach durchwachsener Vorstellung gegen Viktoria Kelsterbach.
Viel Sand knirschte 90 Minuten im Biebricher Getriebe. Auch die zuletzt sichere Abwehr patzte, ließ den 0:1-Schützen Jonas Scheitze frei zum Zug kommen. Ebenso klemmte es in der
Offensive. Auch Spielertrainer Engin Özdemir gelang es nicht, Ordnung in die Aktionen zu bringen. Vorne hingen Moulay Mansouri und Volkan Zer in der Luft, tappten einige Male ins Abseits. Anders
die Kelsterbacher, die durch Dominic Machado vor der Pause am 0:2 schnupperten.
Unbestrittener Höhepunkt aus Biebricher Sicht war der Freistoß, den Spielertrainer Engin Özdemir aus halbrechter Position in den linken Winkel zimmerte. Aber auch danach leistete
sich seine Mannschaft viele Stockfehler, fand nie den Rhythmus der vorhergehenden guten Partien. Dazu war Pech im Spiel. Nach erneutem Özdemir-Freistoß landete der Kopfball des
aufgerückten Abwehrspielers Daniel Löbelt am Pfosten (84.). Im Gegenzug machte Franco Jung den Gäste-Sieg perfekt. 02-Spielausschuss-Chef Thomas Utikal: "Kelsterbach hat prima
gefightet. Man hat gemerkt, dass die Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt gewinnen will. Aus meiner Sicht wäre dennoch ein Unentschieden gerechter gewesen."
Derweil meldet Kastel 06 sowohl Torhüter Denis Ademovic als auch Feldspieler Daniel Flindt als Neuzugänge. Nun gilt es für die Biebricher, vor allem einen Ersatz für
Keeper-Rückhalt Ademovic zu finden. Offen ist, ob Edis Hadzic bleibt. Bei Daniel Löbelt ist Utikal guter Dinge, dass es zu einer Einigung kommen wird.
Biebrich 02: Ademovic - Litke, Hadzic, Löbelt - A. Demir (46. Maurer), Özdemir, Rashica, Flindt - Heiser (63. Klenner) - V. Zer, Mansouri
Tore: 0:1 Scheitze (15.), 1:1 Özdemir (47.), 1:2 F. Jung (85.)
SR: Willmann (Altheim)
Zu.: 60
Quelle: WK, 03. 05. 201
Spielberichte vom einunddreißigsten Spieltag
SC Waldgirmes II - FV Biebrich 02 2:0 (1:0) - 09. 05. 2010
Wieder tief im Abstiegssumpf
FV BIEBRICH 02 0:2 bei Waldgirmes II und heikles Restprogramm lösen Alarm aus
(nn). Nach dem 0:2 (0:1) bei der zweiten Garnitur des SC Waldgirmes hat Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 plötzlich wieder große Abstiegssorgen. Auf vier Punkte hat sich der
Puffer zu Relegationsplatz-Inhaber Viktoria Kelsterbach reduziert.
Mit sich selbst und mit dem Schiedsrichter haderten die 02er nach einer Niederlage der Kategorie "völlig überflüssig". Zunächst sah Keeper Denis Ademovic beim
25-Meter-Flatterball zum 1:0 nicht sonderlich gut aus, bewegte sich in die falsche Ecke. Biebrich antwortete mit Chancen durch Mehmet Yildirim und Daniel Flindt. Nach der Pause wurde Flindt im
Gastgeber-Strafraum regelwidrig attackiert, ohne dass ein Pfiff ertönte. Stattdessen setzte Waldgirmes den Konter zum 2:0. In der Endphase geriet Referee Putz in den Fokus von
02-Spielausschuss-Chef Thomas Utikal: "Edip Hadzic wurde im Sechzehner klar gelegt und kurz vor Schluss wehrte ein Waldgirmeser Feldspieler in bester Torwart-Manier ab. Das weitete sich am Ende zu
einer skandalösen Schiedsrichter-Leistung aus."
Davon abgesehen war das Abschluss-Manko aus Biebricher Sicht entscheidend. "Wobei Waldgirmes alles andere als ein übermächtiger Gegner war", so Utikal, der sorgenvoll auf das Gastspiel
beim FC Ederbergland schaut. Anschließend steht das Derby gegen den Türkischen SV an und zum Schluss muss das Team zum FSV Schröck, der im Vergleich zu den 02ern derzeit sechs
Zähler weniger aufweist.
FV Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, Löbelt, Litke, Rashica - Klenner, Mansouri, Özdemir, Flindt - V. Zer, M. Yildirim (55. Maurer)
Tore: 1:0 Schlierbach (44.), 2:0 Hartmann (52.)
SR: Putz (Egelsbach)
Zu: 50
Quelle: WK, 10. 05. 201
Rettendes Ufer ist in Sicht
Fußball-Verbandsliga Mitte: SC Waldgirmes II - FV Biebrich 2:0
Im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Verbandsliga Mitte hat der SC Waldgirmes II drei immens wichtige Punkte geholt. Gegen den Tabellennachbarn FV Biebrich 02 gelang der Mannschaft von
Trainer Ralf Landgraf ein verdienter 2:0 (1:0)-Heimerfolg.
"Wir wollten heute unbedingt gewinnen und haben unser Ziel auch erreicht", fiel der Druck nach dem Abpfiff von Trainer Landgraf ab. Fast eine ganze Halbzeit lang hatte der Coach jedoch zittern und
auf das erste Tor warten müssen. Denn die besseren Chancen hatten in der ruppigen Anfangsphase die Gäste aus dem größten Wiesbadener Stadtteil.
Schlierbach und Hartmann treffen für die "Zweite" aus der Lahnaue
Die aussichtsreichen Versuche der beiden Sturmspitzen Volkan Zer (7.) und Mehmet Yildirim (10.) verfehlten ihr Ziel jedoch. "Wir hätten einfach ein Tor machen müssen. Stattdessen hat
dann aber der SC seine Chancen genutzt. So ist das eben im Fußball", lautete die knappe Analyse des Biebricher Spielertrainers Ergün Özdemir, der sich mit seiner Mannschaft eine
Minute vor der Pause doch noch einen Rückstand einhandelte. Verantwortlich dafür war Waldgirmes-Kapitän Thomas Schlierbach, der buchstäblich aus dem Nichts einen 20-Meter-Schuss
im Gehäuse des wenig wachsamen FV-Torwarts Denis Ademovic zum 1:0 unterbrachte.
Auch der nächste Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff nutzte Lucas Hartmann eine schöne Vorlage von Hessenliga-Akteur Moritz Schmandt, um
für Waldgirmes II auf 2:0 zu erhöhen. Möglichkeiten zum Anschluss hatte Biebrich in den verbleibenden Minuten durchaus. Immer wieder tauchten die Gäste gefährlich im
Sechzehner der Hausherren auf, doch konnten weder Spielertrainer Özdemir (59.) noch Torjäger Zer (83.) den konzentrierten SCW-Keeper Fabian Grutza überwinden.
"Wir haben trotzdem nicht schlecht gespielt", fand Özdemir, der mit seiner Mannschaft nun wieder tiefer im Abstiegskampf steckt. Auch wenn die Lahnauer in der Schlussphase ebenfalls gute
Möglichkeiten ausließen, blieben die drei Punkte am Ende in Mittelhessen. "Natürlich hätten wir noch ein oder zwei Tore mehr machen können, aber wir haben insgesamt
ordentlich gespielt. Das war ein wichtiger Sieg und ein großer Schritt nach vorne", resümierte ein zufriedener SCW-Coach Landgraf, der mit Waldgirmes vorbei an Biebrich auf den
zwölften Tabellenrang klettert und weiterhin fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz (14. Rang) hat. "Durch sind wir aber noch nicht", spürt Landgraf die Verfolger aus
Biebrich, Breidenbach und Kelsterbach im Nacken.
Waldgirmes II: Grutza - Kurucu - Büthe (87. Weber), Agirman - Aliakbari, Schlierbach, Aydin (65. Glied) - Schmandt, Sofinski - Hartmann (90. Siegl), Jordan.
Biebrich: Ademovic - Hadzic, Litke, Löbelt - Klenner, Özdemir, Rashica - Mansouri, Flindt - Yildirim (56. Maurer), Zer.
Schiedsrichter: Putz (Egelsbach)
Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Schlierbach (44.), 2:0 Hartmann (52.)
Gelbe Karten: Özdemir, Löbelt, Zer (Biebrich)
Quelle: WNZ, 10. 05. 2010
Spielberichte vom zweiunddreißigsten Spieltag
FC Ederbergland - FV Biebrich 02 3:0 (1:0) - 16. 05. 2010
Die Lage spitzt sich zu
BIEBRICH 02 Nach 0:3 droht Sturz in Gruppenliga
BATTENBERG (nn). Beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 spitzt sich die Lage zu. Nach dem 0:3 (0:1) beim FC Ederbergland ist das Team von Spielertrainer Engin Özdemir ein
Stück näher an die Gruppenliga herangerückt. Als dann auch noch die Kunde vom Kelsterbacher 5:0 beim Türkischen SV durchdrang, waren alle bedient. "Das war nicht besonders fair
von den Türken. Doch wir haben es noch selbst in der Hand, uns mit zwei Siegen in Sicherheit zu bringen", meinte Spielausschuss-Chef Thomas Utikal.
Die ohnehin vorhandene Nervosität im 02-Lager wurde durch den frühen Rückstand noch gesteigert. Glück für Biebrich, dass die Gastgeber in einer turbulenten Szene den Ball
nicht zum 2:0 über die Linie brachten. Zweimal klärte Keeper Denis Ademovic, beim dritten Versuch rettete Abwehrspieler Daniel Löbelt. Überhaupt bot Löbelt eine gute
Leistung. Allerdings unterlief ihm in der 57. Minute ein Strafraumfoul, das einen Elfmeterpfiff nach sich zog. Die Gastgeber verwandelten, legten eine Minute später das 3:0 drauf.
Biebrich hat derweil das Toreschießen verlernt. Auch in Verbindung mit Standardsituationen gelingt kein Durchkommen mehr. Volkan Zer (48./Kopfball) sowie Moulay Mansouri und Özdemir
scheiterten jeweils aus aussichtsreicher Position. Nun droht entweder die Relegation oder gar der direkte Abstieg - das hätte sich in Biebrich noch vor Kurzem keiner träumen lassen.
FV Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, Löbelt, Litke, Rashica - Nuri (46. Aydin), Klenner, Özdemir, Flindt - Mansouri, V. Zer
Tore: 1:0 Eickhoff (3.), 2:0 Citlak (57./Foulelfmeter), 3:0 Eickhoff (58.)
SR: Ide (Obertal)
Zuschauer: 100
Quelle: WK, 17. 05. 201
Spielberichte vom dreiunddreißigsten Spieltag
FV Biebrich 02 - Türkischer SV WI 1:0 (0:0) - 23. 05. 2010
Gerettet - sonst zählt nichts
Von Stephan Neumann
VERBANDSLIGA-DERBY Biebrich 02 kämpft sich zum 1:0 über Türkischen SV / Volkan Zer trifft
Der FV Biebrich 02 bleibt in der Fußball-Verbandsliga. Das glückliche 1:0 im zerfahrenen - auf dem kleinen Kunstrasen, statt auf dem Hauptfeld ausgetragenen - Derby gegen den
Türkischen SV besiegelt den Klassenerhalt. Wankelmütigkeit, Defizite in puncto Einstellung, interne Dissonanzen, eine 0:10-Niederlage, winterliche Fluktuation und ein Trainerwechsel
prägten aus 02-Sicht ein verkorkstes Spieljahr. Auch der Türkische SV schöpfte nach Platz sechs in der vergangenen Runde seine Möglichkeiten nicht aus, brachte sich aber zeitig in
Sicherheit.
Lieber gegen Biebrich ...
Im Derby fühlte sich die TSV- Equipe durch die Aussage von 02-Spielausschuss-Chef Thomas Utikal "angestachelt", wie es Abwehrspieler Fatih Bilir ausdrückte. Unfaires Verhalten, so
lautete Utikals Vorwurf nach dem 0:5 des Türkischen SV gegen den Abstiegskonkurrenten Kelsterbach. Entsprechend robust ging das Team von Abdullah Karaahmet zur Sache. Doch auf und
außerhalb des Platzes blieb alles im Rahmen. Karaahmet ärgerte sich zwar über den nicht gegebenen Freistoß-Treffer von Erol Genc (49.) und sah beim von Volkan Zer erzielten
Siegtor (85.) eine Abseitsstellung, ließ aber auch durchblicken, dass ihm Biebrich in Zukunft als Derby-Gegner allemal lieber ist, als eine weitere Fahrt zu einem Gegner in Mittelhessen.
Für die 02er war es ein reines Nervenspiel und für ihren Torhüter Shimon Kugele eine unverhoffte Feuertaufe. Im Winter war der 22-Jährige, der zuletzt bei Oberligist 1.FC
Normannia Schwäbisch Gmünd spielte, zu den Biebrichern gestoßen, um dort nach zweieinhalbjähriger Pause im Kreis-Oberliga-Team zu beginnen. Als Stammkeeper Denis Ademovic
vergangene Woche zur Hochzeit seiner Cousine nach Berlin reiste, bahnte sich Kugeles Debüt an.
Keeper Kugele brilliert
"Der Verein wollte Ademovics rechtzeitigen Rückflug aus Berlin übernehmen, doch dann haben wir nichts mehr von ihm gehört", ärgerte sich Clubchef Horst Klee über Ademovics
Verhalten - und staunte über Kugeles Reflexe. Als TSV-Ballästhet Erol Genc nach weitem Abschlag von Ismail Yilmaz am Sechzehner sofort aus der Drehung abzog, tauchte Kugele blitzartig ab,
bewahrte sein Team vor einem Rückstand (66.). "Shimon gebührt ein Sonderlob. Wir Feldspieler waren nach zuvor drei Niederlagen verkrampft, aber wir haben auch Charakter gezeigt und es
irgendwie geschafft", reflektierte 02-Angreifer Moulay Mansouri die aufreibenden 90 Minuten. Sein noch abgefälschter Pass brachte Volkan Zer in Position, der ganz Biebrich von tonnenschweren
Lasten befreite. "Auch Spieler wie Daniel Flindt und Edip Hadzic, die den Verein verlassen werden, haben sich zerrissen. Doch mit Blick auf die Zukunft muss sich bei uns viel ändern",
meinte Biebrichs Trainer Engin Özdemir. Neben Orkun Zer, Tarek Sengün (beide Türkischer SV) und David Comandatore (Eddersheim) sollen weitere drei Neue kommen. Von Kwasi Heiser haben
sich die 02er getrennt. Der Türkische SV plant, so Karaahmet, mit vier Zugängen, hat Torjäger Ferhat Gündüz (Eschborn) von der Kandidatenliste gestrichen.
FV Biebrich 02: Kugele - Hadzic, Löbelt, Litke (90. Hachenberger) - Mansouri, Meuer, Klenner (46. Rivera), Özdemir, Rashica, Flindt - V. Zer
Türkischer SV: I. Yilmaz - C. Öztürk, Kusch, Bilir, Balikci - Harmen Baghramian, P. Yolver, E. Genc, Yildiz (78. H. Erdogan) - O. Zer (54. Celebi), Draganovic (72. S. Demirtas)
Tor: V. Zer (85.)
Schiedsrichter: Andreas Bsullak (Eltville)
Zuschauer: 220
Quelle: WT, 25. 05. 201
Aktueller Spielbericht:
Spielberichte vom vierunddreißigsten Spieltag
FSV Schröck - FV Biebrich 02 1:0 (0:0) - 30. 05. 2010
Saisom zum Vergessen
Biebrich 02 Finales 0:1 in Schröck/Kramke kommt
Wiesbaden (nn). Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 unterlag zum Abschluss einer verkorksten Runde beim FSV Schröck 0:1 (0:0). Den Schröckern nutzte der Sieg nichts mehr. Sie
müssen trotzdem absteigen, was den 02ern im nächsten Jahr eine längere Fahrt und einen unbequemen Gegner erspart.
"So eine Saison wollen wir nicht mehr erleben. Ich bin einerseits stolz auf die Mannschaft, dass sie den Klassenerhalt geschafft hat. Doch so viele Baustellen darf es nicht mehr geben. Wir werden
versuchen, einen guten Kader auf die Beine zustellen, der in der Lage ist, unter den ersten Sechs zu landen", richtet Spielertrainer Engin Özdemir den Blick in die Zukunft.
Torhüter Denis Ademovic sowie Daniel Flindt und Edip Hadzip wechseln nun im Paket zu Verbandsliga-Aufsteiger und Nachbar Kastel 06. Ein Derby, das schon jetzt Spannung verspricht. Zumal
Kastel weitere Ex-Biebricher in seinen Reihen hat. In der neuen Spielzeit gilt es speziell, die 75-Gegentore-Bilanz zu reduzieren. Im Anfriff - das wurde in Schröck deutlich - ist mehr
Kaltschäuzigkeit vonnöten. Volkan Zer und Moulay Mansouri ließen beste Einschussmöglichkeiten aus.
Hoffnungsvoller Zugang ist Linksfuß Toni Kramke aus dem Mannschaftskader des SV Wehen II. Während weitere Neue auf der Wunschliste stehen, ist due Zukunft von Abwehr-Center Daniel
Löbelt weiter unklar.
FV Biebrich 02: Kugele - Löbelt, Litke, Aydin (Hachenberger), Rashica - Klenner, Özdemir, D. Flindt - Mansouri - V. Zer, M. Yildirim
Tor: 1:0 Marankos (52.)
SR.: Dutschmann (Solms)
Zu.: 250
Gelb-Rot: Löbelt (90./Biebrich
Quelle: WK, 31. 05. 2010 (handgetippt)
„Es war niemals zuvor leichter drin zu bleiben“, waren sich Backes und FSV-Vorsitzender Willy Rommelspacher einig. Acht (!) Mal in der laufenden Saison gaben die Schröcker in der
Nachspielzeit noch Führungen her und selbst die Trennungen von der vorherigen Übungsleitern Dirk Schneider und Sven Ludwig halfen nicht.
„Heute mussten wir wieder bis zum Schluss zittern, weil wir vorne Riesenchancen liegen lassen“, erklärte Backes. Seine Jungs starteten stark und besaßen bereits nach 65
Sekunden die erste Großchance. Ahmet Marankoz köpfte das Leder allerdings einen Meter vor dem Gästegehäuse vorbei. Robin Pöttgens Fallrückzieher verfehlte das rechte
Kreuzeck des Biebricher Kastens knapp (22.) und 120 Sekunden später scheiterte Marankoz an FV-Schlussmann Shimon Kugele, dem Nachfolger des suspendierten Torhüters Denis Ademovic. Im
Bewusstsein dessen, dass ihnen nur ein Sieg die magere Chance auf das Erreichen der Relegationsspiele ermöglichen würde, drückten die Hausherren weiter aufs Tempo. Biebrich
präsentierte sich sportlich fair und hielt dagegen, immer bemüht, einen Konter zu setzen.
„Ein Punkt war für uns drin“, erkannte FV-Spielertrainer Engin Özdemir. Nach sieben Minuten im zweiten Akt jubelten der FSV und die 280 Fans. Jens Borawski lieferte per
kraftvollem Antritt und präzisem Pass auf den Torschützen Ahmet Marankoz die Vorarbeit zum vielumjubelten 1:0. In der Folge machten die Nerven den Hausherren einen Strich durch die
Rechnung, denn sie ließen gut ein halbes Dutzend Möglichkeiten zur Entscheidung aus, während Biebrich dicht am Ausgeich war.
Rund um das Rasenrechteck glühten die Telefondrähte. Würde der FV Breidenbach im Parallelspiel beim SC Waldgirmes II noch schwächeln? Er tat es nicht und stürzte die
Schröcker trotz deren 1:0-Sieg ins Tal der Tränen.
„Wir sind definitiv nicht erst heute abgestiegen, weil wir unzählige Matchbälle in dieser Saison vergeben haben“, stellte Robert Backes klar und ergriff das Platzmikrofon zu
einer bewegenden Ansprache. „Fünf Jahre haben wir als kleiner Dorfverein mit dem wohl geringsten Etat der Liga in der zweithöchsten hessischen Klasse gespielt. Ich weiß schon
jetzt, dass wir wieder kommen“, machte der Interimstrainer den Seinen Mut und Platz für den neuen Coach Markus Kubonik.
Schröck: Baumeister – Goebel, Keskin, Alkan, Borawski – Pöttgen (87. Yildiran), Schäfer, Schott, Drescher (76. Berger) – Marankoz, Vollmer
Biebrich: Kugele – Demir, Löbelt, Özdemir, Litke – Flindt, Mansouri, Klenner, Rashica – Yildirim, Zer
Schiedsrichter: Dutschmann (Bonbaden)
Zuschauer: 280
Tor: 1:0 Marankoz (51.)
Gelbe Karten: Schott (Schröck) – Löbelt, Özdemir (Biebrich)
Gelb-Rote Karte: Löbelt (90., Biebrich, wegen wiederholten Foulspiels)
Quelle: Homepage des FSV Schröck
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