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Biber Talk - Landesliga Hessen Mitte 2007/08
April 2008
August 2007
Immer mehr Freunde
In der Endphase der vergangenen Runde hat sich der neue Freundeskreis des Biebricher Fußballvereins mächtig gemausert. Eine ganze Reihe engagierter, einfallsreicher und potenter
Mitstreiter ist hinzugekommen, um den Blauen unter die Arme zu greifen. Beim Derby gegen den SV Wiesbaden wird der Kreis auf dem Dyckerhoff-Sportfeld erstmals für alle sichtbar präsent
sein.
Sommertage an der Mosburg
Das Wetter hebt sich die guten Sommertage für das Mosburgfest auf, hat neulich einer gemunkelt, als es mal wieder kräftig regnete. Gern. Den 25. und 26. August haben wir jedenfalls dick
in unserem Kalender angestrichen. Der Biebricher Fußballverein ist mit seinen Ständen am gewohnten Platz am Nordrand des Weihers wieder vertreten, sorgt mit großem Aufgebot für
das leibliche Wohl der Besucher dieses wunderbaren Fests mit seiner einmaligen Atmosphäre.
Viele, viele neue blaue Herzen
Von Februar bis Ende Juni hat der Biebricher Fußballverein 79 neue Mitglieder in seinen Reihen begrüßen können. Der Jüngste im Makram Sabbar, am 18. Februar gerade
einmal fünf Jahre alt geworden. Aber nicht nur Spieler - oder nun auch natürlich Spielerinnen haben sich den Blauen angeschlossen, sondern auch eine ganze Reihe von Freunden und
Gönnern, die unsere Arbeit am Dyckerhoff-Sportfeld mit Rat und Tat unterstützen wollen. Insgesamt hat Biebrich 02 jetzt rund 650 Mitglieder, davon 420 Jugendliche. Außer Makram haben
nun ein blaues Herz:
Fabio Maggiore, Harun Cerci, Mohamed und Salim Bairi, Houssam und Nassim El Mayaoui, Jonathan Maher, Jeremy und Steven Hilbert, Fabio Köpke, Lukas Reinhard, Luka Datz, Celim Baklauran, Jana
Müller, Berkan Yildiz, Martin Pogosian, Neil Schurk, Yassin Rahoui, Cem Kaygin, Eleftheria Katsoulidis, Yunus Orgun, Jakob Saliba, Michael Kieltyka, Firat Yildiz, Anthony-Steve Herrmann,
Alessandro Nita, Waldemar Gusa, Cassandra Faik, Justine Nickel, Michael-Osei Akoto, Azad und Kaan Kaygusuz, Luka Vrbanjac, Janson Hofmann, Ozan Tunakan, Andrea Libetta, Sawis Jafari, Ahmet-Cem Iscan,
Ann-Kathrin Körner, Evangelos Karagiannis, Acar Kordy, Jacqueline Ocak, Joachim Schneider, Christian Weber, Marice Stunz, Geraldine Lagerin, Karalampos Xenidis, Safa Semiz, Jennifer Kurkunc,
Lukas Rädisch, Alptegin Uyar, Christian Seehöfer, Marco Müller, Nico Strabone, Kokolo-Dali Bakem, Samir Karabila, Max Wolber, Markus Bozan, Said Akrri, Marcel Klenner, Murat Erogin,
Atanas Palsanov, Dr. Andreas Otto, Georgios Frantzis, Norbert Hahn, Hans-Walter Lill, Prof. Dr. Franz-Josef Prott, Georg Midunsky, Otto Pimper, Wolf-Dietrich von Helldorff, Michael Herrmann,
Klaus-Dieter Kremer, Peter Hanenberger, Erek Kaygin, Leeanne Lippert, Brigitte Kreutzer, Nina Horne und Kerstin Prassol. Wir begrüßen allesamt ganz herzlich.
September 2007
Freundeskreis gegen SVW
Beim Landesliga-Derby gegen den SV Wiesbaden traf sich der Freundeskreis des Biebricher Fußballvereins auf dem Dyckerhoff-Sportfeld. Consortium-Chef Armin Brandenburger und sein Sterne-Koch
Egbert Engelhardt hatten die Bratwürste der "Elften Generation" mitgebracht. Die wohlschmeckenden Naturprodukte fanden bei den 500 Zuschauern reißenden Absatz.
Hildebrand Diehl ist jetzt ein Blauer
Zu den Besuchern, die den glücklichen 2:1-Erfolg über den SV Wiesbaden verfolgten, waren auch Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller und sein Vorgänger Hildebrand Diehl. Der
in Biebrich wohnende Ex-OB hat, seiner Dienstpflichten nun entledigt, an diesem Tag den Aufnahmeantrag unterschrieben und ist jetzt ebenso Mitglied des Biebricher Fußballvereins wie Michael
Herrmann, der Chef des renommierten Rheingau Musik Festivals. Darüber freute sich vor allem unser Mitglied Reinhold Dengler, der mit Michael Herrmann in der Breslauer Straße, als die noch
Frankfurter Straße hieß, aufgewachsen ist: "Wir sind Sandkastenfreunde."
Der Schwarze Rudi VCW-Chef
Im ViP-Zelt stieß natürlich auch SVW-Präsident Claus Rönsch mit den Blauen auf eine erfolgreiche Saison an. Und "der schwarze Rudi" Rudolf-Lothar Glas, der mittlerweile zum
neuen Vorsitzenden des Frauen-Volleyball-Bundesligisten VCW gewählt wurde und dort Seit' an Seit' mit einem anderen Biebricher, dem Ex-OB Achim Exner, für eine gesicherte Zukunft des
Volleyball-Clubs streitet.
Bernhard Fuidl wird 60
Wieder einmal zu Gast war Bernhard Fuidl. Der frühere 02-Geschäftsführer feiert am 30. September seinen 60. Geburtstag - und flieht. Halb Biebrich war vor zehn Jahren in Rodewisch
im Voigtland, um dort Fuidl zu seinem Fünfzigsten in ganz großem Stil hochleben zu lassen. Diesmal fährt er mit seiner Familie nach Österreich und begeht den runden Geburtstag
eher still im kleinen Kreis. Der Biebricher Fußball-Verein gratuliert Bernhard Fuidl der lange Jahre im Vorstand die Fäden zog, den einstigen Freundeskreis ins Leben rief, zu den
"Vätern" der legendären "Blauen Nacht" zählte und zuletzt die unvergesslichen Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsbestehen so wunderbar organisiert hat, dennoch
und quasi aus der Ferne ganz herzlich. Fuidl, der verraten hat, seine Zelte in Rodewisch langsam wieder abbrechen zu wollen, wird ins Rhein-Main-Gebiet zurückkehren und sicher dann öfter
auf dem Dyckerhoff-Sportfeld zu sehen sein, so dass noch genug Gelegenheit besteht, ihm persönlich alles Gute für die Zukunft zu wünschen.
Holger Bauer nur noch Alte Herren
Holger Bauer, der als aktiver Spieler in der vergangenen Saison noch am Aufstieg der Reserve in die Bezirksliga beteiligt war, wird künftigt nur noch bei den Alten Herren spielen.
Natürlich bleibt er dem Biebricher Fußballverein auch als Freund und Gönner erhalten - und mit seinem Fleischhandel als Lieferant unserer Grillwürste. Wir danken Holger Bauer
für seinen Einsatz.
November 2007
Auszeichnungen vor dem Abschied
Der Vorstand des Hessischen Fußballverbandes will seine Strukturen verändern, unter anderem die Bezirke abschaffen und Klassenleiter-Urteile. Zielloser Veränderungswahn. Wiesbadens
Bezirksfußballwart Hans-Jürgen Heckelmann und Wiesbadens Kreisfußballwart Helmut Herrmann haben zunächst einmal dazu beigetragen, dass die Überfall-Taktik der
Verbandsspitze, das Ganze auf die Schnelle durchzuziehen, gescheitert ist. Nun wird an dem ursprünglichen Vorhaben gefeilt, ohne dass es bisher zu wirklich sinnvollen Korrekturen gekommen zu
sein scheint. Nach wie vor besteht der Plan, die Satzung in einem außerordentlichen Verbandstag noch vor dem ordentlichen Verbandstag, der in diesem Sommer ohnehin stattfindet, zu ändern.
Der beträchtliche, auch finanzielle Aufwand soll betrieben werden, weil andernfalls die Vorlauffristen dafür sorgen würden, dass die Veränderungen in der neuen Saison noch nicht
greifen. Wiesbadens Fußballer sollten wach bleiben - und sie müssen sich jetzt sehr schnell und sehr intensiv damit vefassen, wie ihre neue Funktionärsriege aussehen soll.
Unverändert steht die Ankündigung im Raum, das Hans-Jürgen Heckelmann, Helmut Herrmann, dessen Stellvertreter Karlheinz Börner und auch Kreisjugendwart Dieter Zorn sowie
Kreisrechtswart Erwin Müller (beide Biebrich 02) bei den Bezirks- und Kreisfußballtagen nicht mehr kandidieren werden. Es droht ein herber Substanzverlust. Helmut Herrmann, einst Spieler
der Biebricher Hessenliga-Mannschaft, wurde von Staatsminister Stefan Grüttner mit dem Hessischen Verdienstorden, Dieter Zorn bei der gleichen Veranstaltung von Oberbürgermeister Helmut
Müller mit der Bürgermedaille in Silber ausgezeichnet.

HFV-Präsident Rolf Hocke (links), OB Helmut Müller (Mitte) und Stefan Grüttner (rechts) zeichneten Dieter Zorn (2.v.l.) und Helmut Herrmann aus.
Pressebericht
Achim Euler - ein 60-jähriger Nikolaus
Am Nikolaustag feiert Achim Euler seinen 60. Geburtstag. Er war einst vom FC Hochstadt zum SV Wiesbaden gewechselt, zählte zu den zuverlässigsten Abwehrspielern in der damaligen
Hessenliga. Als Trainer führte er den Biebricher Fußballverein 1980 zur Meisterschaft in der Bezirksliga und etablierte die Blauen anschließend in der Landesliga, der sie dann 13
Jahre lang ununterbrochen angehörten. Auch nach seinem Wechsel zu anderen Klubs hielt Achim Euler - wie übrigens viele der 80er Meisterspieler - den Blauen bis zum heutigen Tag die Treue.
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde er mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Der Biebricher Fußballverein gratuliert ihm nun zu seinem runden Geburtstag.
Weihnachtsfeiern im Delp-Haus
Die starken Zuwächse, die der Biebricher Fußballverein in den vergangenen Jahren in der Jugendabteilung zu verzeichnen hatte, sorgte bekanntlich für einen "Zwangsumzug" der
Weihnachtsfeiern. Das Klubheim war einfach zu klein geworden - und so organisiert Jugendleiter Harmut Steindorf mit seinen Mitstreitern die Weihnachtsfeiern für den Biebricher
Fußballnachwuchs auch diesmal wieder im Gibber Delp-Haus statt. Auch dort freilich müssen sie in zwei Etappen über die Bühne gehen, am Freitag, 20. Und am Samstag, 21. Dezember.
Das traditionelle Jugendbetreuerturnier steigt in der Halle am Dyckerhoff-Sportfeld am Sonntag, dem 16. Dezember. Die A-Jugend feiert mit den "Großen" im Schützenhof am Schlosspark.
Januar 2008
Erster und Zweiter
Das Abschneiden des Biebricher Fußballvereins bei den bisherigen Hallenturniern dieses Winters kann sich durchaus sehen lassen. Beim Wispo-Cup am Elsässer Platz erreichte das Team von
Bernhard Raab das Finale und unterlag dort dem Türkischen SV mit 1:2. Auch beim Peter-Reitz-Gedächtnisturnier des FC Naurod kamen die Blauen ins Endspiel. In der Kellerskopfhalle bezwangen
sie den SV Wiesbaden mit 2:1. Beim Schiedsrichterturnier trat die zweite Mannschaft an und kam über das Achtelfinale nicht hinaus.
Riesling und Raclette
Der Freundeskreis des Biebricher Fußballvereins kam auf Einladung von 02-Mitglied Armin Brandenburger, dem Chef der Consortium Gastronomie GmbH auf Schloss Vollrads in Winkel zusammen. "In
den historischen Räumen des Herrenhauses erwartet Sie ein Abend mit Raclette in den vielfältigen Variationen und den besten Riesling-Weinen der Welt", hieß es in der Einladung.
Udo Parker wird Funktionär
Udo "Speckman" Parker, der Mann mit dem Fotoapparat, der Macher des viel gerühmten Internet-Auftritts des Biebricher Fußballvereins, hat sich bereit erklärt, im Wiesbadener
Kreisfußballausschuss mitzuarbeiten. Natürlich als Administrator der Internet-Seiten. Auf diese Weise wird Biebrich 02 auch nach dem Ausscheiden von Erwin Müller als Rechtswart und
Dieter Zorn als Jugendwart im Ausschuss vertreten sein. Man weiß ja beim Hessischen Fußball-Verband, dass aus Wiesbaden und Biebrich manche Besonderheit kommt, aber an einen
Funktionär wie Udo Parker werden sich einige erst gewöhnen müssen...
"Die Rieb" lebt nicht mehr
Kurz vor Weihnachten erreichte die Blauen noch eine ganz traurige Nachricht. Walter, "die Rieb", Müller ist tot. Man vermag es sich noch gar nicht vorzustellen. Man hört ihn
förmlich noch im Klubheim seine Späßchen machen, sein ansteckendes Lachen. 51 Jahre war er Mitglied des Biebricher Fußballvereins. In der Hessenliga-Zeit war er für die
Blauen aktiv. Wenn er auch nur wenige Einsätze in der ersten Mannschaft hatte, er gehörte einfach dazu, er kannte all die Geschichten aus dieser legendären 02-Epoche, und er vermochte
sie trefflich zu erzählen. Er gehörte zu den wenigen, die fast immer auf dem Dyckerhoff-Sportfeld zu finden waren. Nicht nur bei der ersten Mannschaft, die er auch zu Auswärtsspielen
begleitete - nein er freute sich genauso mit jedem Erfolg einer Jugendmannschaft, und er konnte bei Niederlagen richtig leiden. Am meisten litt er freilich unter seiner Erkrankung, die ihn vor
anderthalb Jahren traf. Dass er nicht mehr so konnte wie er wollte, dass ihm sein Körper Grenzen setzte, dass er am Stock gehen musste, das fand er fürchterlich. Man sah auch, dass keine
Verbesserung eintrat. Und dennoch starb er völlig überraschend - im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht, nicht einmal siebzig Jahre alt. Die Trauerfeier fand unter großer
Anteilnahme des Biebricher Fußballvereins, gerade auch der Jugendmannschaften statt, denen er in besonderem Maße - als finanzieller Unterstützer - zugetan war.
März 2008
Das Wiesbadener Tagblatt würdigte das 02-Urgestein Dieter Zorn anlässlich der Verabschiedung von seinem Arbeitgeber ESWE mit folgendem Beitrag. Wenige Tage später schied der
65-Jährige auch als Wiesbadens Kreisjugendfußballwart aus.
Der Biebricher Dieter Zorn engagiert sich seit Jahren für den Fußball in der Region
Er ist schon ein "Stück" Betriebsgeschichte: Über 40 Jahre lang war Dieter Zorn in leitenden Positionen der ESWE Versorgung tätig. Trotz seiner ständigen Eingebundenheit in
wichtige berufliche Entscheidungsprozesse hat sich der heute 65-Jährige auch immer wieder ehrenamtlich für den Fußball in der Region eingesetzt. Sein Wirken in Beruf und Freizeit gilt
als vorbildlich - der Tagblatt-Wein eine wohlverdiente Anerkennung seines gesellschaftlichen Engagements.
Von Thomas Karschny
"Mit Zahlen habe ich es irgendwie schon immer gehabt", sagt Dieter Zorn. Der angestellte aus dem Bereich kaufmännisches Rechnungswesen war seit 1967 bei ESWE tätig und bildete sich
bereits nach wenigen Jahren zum Bilanzbuchhalter weiter. Im zarten Alter von 28 Jahren war er dann schon Abteilungsleiter und vertrat den Konzern auch nach außen hin. "Die Arbeit mit meinen
Kollegen hat mir einfach immer sehr viel Spaß gemacht. Im allgemeinen haben wir einen sehr kollegialen Stil gepflegt", sagt Zorn.
So fand der seit seiner Kindheit in der Landeshauptstadt lebende Wiesbadener neben seinem Beruf auch noch genug Freiraum um sich in seinem Privatleben für den regionalen Sport zu engagieren.
Seit 1970 ist er im Vorstand des Fußballvereins Biebrich 02 tätig. Die Begeisterung für den Sport mit dem Rundleder wurde schon in Zorns Kindheitstagen geweckt: "Direkt nach dem Krieg
gab es ja nichts anderes. Das Einzige, was uns Jugendliche herumgetrieben hat, das war das Fußballspiel auf der Straße. Die Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten, die sich Jugendlichen
heute bieten, hatten wir damals einfach nicht", sagt Zorn. Das einfache Herumkicken auf der Straße konnte für einen wirklich Fußball-Interessierten auf Dauer nicht wirklich eine
befriedigende Lösung sein, und so trat Zorn 1955 beim Fußballverein Biebrich 02 ein - inzwischen trägt er die Goldene Ehrennadel des Vereins.
Seit 1979 ist Zorn im Kreisjugendausschuss des Fußballkreises Wiesbaden tätig. Zusammen mit neun anderen Sportkameraden koordiniert der Kreisjugendwart hier den Spielbetrieb von 51
Vereinen in der Region. Hierzu gehören etwa 4500 Jugendliche in 265 Mannschaften. Gerade der Jugendfußball war Dieter Zorn immer ein wichtiges Anliegen. "Natürlich interessiere ich
mich auch für den großen Profi-Fußball. Man darf aber nie vergessen, dass gerade die vielen kleinen Vereine letztlich die Basis für erfolgreiche Profis bilden", erzählt
Zorn und spart dabei nicht mit Lob für die lokal ansässigen Fußballclubs: "Viele Vereine hier in der Gegend machen eine ganz bemerkenswerte Arbeit - sowohl im sportlichen als auch im
sozialen Bereich." Gerade die soziale Komponente war dem Kreisjugendwart bei seinem Vereinsengagement immer ein wichtiges Anliegen: "Der Sieg bei einem Spiel ist nicht immer das Entscheidende. Eine
gute Betreuung der Jugendlichen dagegen ist von wesentlich höherer Bedeutung", so Zorn. Auch die vielen Freundschaften, die durch das Vereinsleben gewachsen sind, erfahren durch den
65-Jährigen eine ganz besondere Betonung. "Wir machen das ja alle ehrenamtlich, weil wir Freude an der Sache haben. Auf diese Weise kann man auch so ein bisschen bei seinem Hobby entspannen",
sagt Zorn. Ähnlich sieht das auch Ehefrau Ursula, die ihren Mann bei seinem Hobby immer unterstützt hat: "Sein Engagement für den Fußball war für uns beide stets in Ordnung.
Ich habe ja schließlich auch meinen eigenen Hobbys".
An Unterstützung aus den eigenen Reihen mangelte es also nicht. Auf diese Weise immer wieder in seinem Engagement bestärkt, war Zorn von 1984 bis 1994 sogar im Verbandsjugendausschuss
des Landes Hessen tätig. "Ich habe dann nachher wieder auf die Kreisebene gewechselt, weil sich das Engagement im Verbandsjugendausschuss nicht mehr mit meiner beruflichen Tätigkeit in
Einklang bringen ließ", so Zorn. Demnächst wird sich der 65-Jährige von seinem Posten als Kreisjugendwart zurückziehen. "Bei der kommenden Wahl am 8. Februar werde ich mich nicht
mehr aufstellen lassen. Mein potenzieller Nachfolger ist deutlich jünger als ich und das ist auch gut so. Man muss einfach mit der Zeit gehen", sagt Zorn.
Das geplante Ausscheiden aus der Funktion als Kreisjugendwart hat aber nichts mit Rückzug vom Sport zu tun. Was soll ein "Rentner" mit so viel Freizeit schon anfangen? Die Antwort lieg nahe,
und so hat Zorn seinen Vereinskollegen bereits zugesagt sich weiterhin für Biebrich 02 stark zu machen. Auch im Haushalt will er sich stärker betätigen, seiner Frau zukünftig mehr
unter die Arme greifen und seinem Hobby, dem Lesen, vermehrt nachgehen: "Ich werde den Ruhestand einfach mal so auf mich zukommen lassen. Mal sehen, wie sich das so entwickelt."
Dank an die "Bau-Leute"
Der Vorstand des Biebricher Fußballvereins bedankt sich bei allen, die beim Bau des neuen Verkaufsstandes so kräftig mit angepackt haben, mit einem Helferabend am Freitag, den 14.
März, im Clubheim. Ab 20 Uhr, so Vorsitzender Horst Klee, "wollen wir auf das gelungene Werk anstoßen. Wie der Verein das dank seiner zahlreichen ehrenamtlichen Mitstreiter gestemmt hat,
darauf können wir stolz sein." Selbstverständlich wird die neue "Vereinsküche" auch genutzt, den Helfern an diesem Abend etwas Nahrhaftes zu servieren.
Hauptversammlung am 9. Mai
Die Jahreshauptversammlung des Biebricher Fußballvereins findet am Freitag, dem 9. Mai, um 20 Uhr im Clubheim am Dyckerhoff-Sportfeld statt.
April
Tagblatt lobt Jürgen Dindorf
Zwischen Bütt und Rundleder
Der Biebricher Jürgen Dindorf kann mit vielfältigen Qualitäten aufwarten
Von Thomas Karschny
Ohne ihn wäre die hiesige Vereinslandschaft sicherlich um eine ganzes Stück ärmer. Jürgen Dindorf ist seit vielen Jahren beim TV Biebrich 1846 und beim Biebricher
Fußballverein 02 ehrenamtlich tätig. Nun wurde ihm für sein Engagement der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen. Auch das "Wiesbadener Tagblatt" gratulierte mit einer Flasche
Wein.
Schon mit neun Jahren hat er sich beim Turnverein Biebrich 1846 (TVB) sportlich engagiert. Jürgen Dindorf war hier bis zu seinem 16. Lebensjahr aktiver Turner und nahm in dieser Zeit an
zahlreichen Gau- und Bergturnfesten teil. Angefangen hatte alles einst beim lustigen Herumtoben in der alten Turnhalle des Turnvereins. "Die sportliche Aktivität hat mir einfach immer einen
Riesenspaß gemacht. Irgendwann hat mir dann auch mein Arzt empfohlen, in meiner Freizeit Sport zu treiben. So bin ich dann zum TVB gekommen", sagt Dindorf.
Von jeher war der heute 52-Jährige vielen Themen gegenüber sehr aufgeschlossen. "Ich war einfach daran interessiert, in einer Gemeinschaft groß zu werden", erzählt Dindorf. So
engagierte er sich auch in der Narrenzunft des Vereins zunächst als Büttenschieber. Mittlerweile ist Dindorf seit 34 Jahren Komiteemitglied und Schriftführer im vereinseigenen
Fastnachtsclub. Seit langer Zeit ist er bei Organisation und Koordination der Karnevalsaktivitäten mit eingebunden. "Im Grunde genommen bin ich ja schon ein alter Hase, wenn ich daran denke, wie
viele da inzwischen gekommen und gegangen sind. Die Fastnacht fand ich immer sehr witzig. Man lernt viele interessante Leute kennen", erzählt er.
Die diesjährige Fremdensitzung des TVB in der vereinseigenen Turnhalle war mit 420 Besuchern fast ausverkauft. Wie viele andere Fastnachter auch, empfand der Schriftführer vom TVB die
Kampagne als viel zu kurz: "Die zeitliche Enge der Kampagne war natürlich ein Problem. Auf der anderen Seite ist die große Saalfastnacht sowieso im Umbruch. Man muss sich generell fragen,
ob die heutige Jugend an derartigen Veranstaltungen überhaupt noch Interesse hat, oder was man daran ändern kann, um die Jugend stärker für die fünfte Jahreszeit zu
begeistern", meint Dindorf.
Wer glaubt, dass sich der 52-Jährige mit dem Ende der fünften Jahreszeit eine Verschnaufpause gönnt, der irrt, denn auch bei den Fußballern von Biebrich 02 ist der einstige
Turner als Schriftführer und stellvertretender Jugendleiter engagiert. "Schon in früheren Jahren, als Jürgen Grabowski noch das Trikot der Blauen trug, war ich ständiger Zaungast
bei den Heimspielen von Biebrich 02", erzählt Dindorf stolz: "Irgendwann wurde dann ein Trainer für die A2-Jugend gesucht. So kam ich zu den 02ern, obwohl ich eigentlich nie aktiv
Fußball gespielt habe." Gegenwärtig gehen bei Biebrich 02 etwa 400 Jugendliche der sportlichen Betätigung mit dem Rundleder nach. "Momentan spielen wir mit C- und B-Jugend in der
Oberliga. Vielleicht schafft es die A-Jugend in der kommenden Saison auch noch dorthin", hofft Dindorf. Für den Aufstieg sind neben den Spielern, natürlich auch gute Trainer nötig.
"Man darf aber nicht immer nur auf die Leistung der besten Mannschaften im Verein blicken. Bei uns kann ja jeder Fußball spielen, und so müssen auch stets die Bedürfnisse der breiten
Spielermasse berücksichtigt werden. Das Gesamtkonzept muss stimmen", so der stellvertretende Jugendleiter.
Trotz der vielen Arbeit im Verein hat Dindorf nie den Spaß an seinen Engagements verloren: "Die Gemeinschaft, die Geselligkeit, die Herausforderung und die ständig neuen Bekanntschaften
haben mich immer wieder gereizt", so Dindorf: "Eine gute Freundin von mir hat einmal gesagt: Mit dir kann man nicht durch die Stadt gehen. An jeder zweiten Ecke wirst Du von einem Bekannten
angesprochen."
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